Laudatio für Erika

Kurz nach der Gründung des Storchenhofes im Jahre 1979...
Vollpension

Kurz nach der Gründung des Storchenhofes im Jahre 1979 kam zum ersten Mal eine Frau von etwa 50 Jahren mit einer Tasche voller grüner Heringe auf den Storchenhof. Sie hatte in der Magdeburger Volksstimme einen Bericht über die Einlieferung eines Storches in die Tierklinik Magdeburg gelesen und war neugierig geworden. Von ihrem Vater hatte sie die Liebe zur Natur und den Vögeln, eigentlich in erster Linie zu den Eulen, geerbt. Schon bei ihrer Einschulung kannte sie die Silhouetten aller Greifvögel am Himmel und die Vögel selbst natürlich auch.

Pflegestation im Schlafzimmer
Pflegestation im Schlafzimmer

Kurz nach der Gründung des Storchenhofes im Jahre 1979 kam zum ersten Mal eine Frau von etwa 50 Jahren mit einer Tasche voller grüner Heringe auf den Storchenhof. Sie hatte in der Magdeburger Volksstimme einen Bericht über die Einlieferung eines Storches in die Tierklinik Magdeburg gelesen und war neugierig geworden. Von ihrem Vater hatte sie die Liebe zur Natur und den Vögeln, eigentlich in erster Linie zu den Eulen, geerbt. Schon bei ihrer Einschulung kannte sie die Silhouetten aller Greifvögel am Himmel und die Vögel selbst natürlich auch.

Letzte Vorbereitungen für die Auswilderung
Letzte Vorbereitungen für die Auswilderung

Es sollte eine über Jahrzehnte andauernde Liebe werden. "Der Storchenhof ist das Beste, was mir je passiert ist", sagt sie immer wieder. Unverdrossen ist sie in mehr als 30 Jahren unzählige Male bei jedem Wetter zum Storchenhof gekommen, hat kranke und verletzte Vögel nach Hause mitgenommen, verwundete verbunden, zu Hause eine Pflegestation für kranke oder verletzte Vögel eingerichtet, riskierte deswegen Streit und Denunziation seitens ihrer Nachbarn, war sich auf dem Hof für keine Arbeit zu schade, hat sachkundig mit viel Humor die Besucher über die Anlage geführt und das Storchenjahr erklärt.

In Zug und Straßenbahn, auf der Straße in Magdeburg und Loburg kannte man sie schon: Sie war die „Frau mit den Störchen“. Aus ihrem großen Korb ragte häufig ein weißer Vogelkopf mit einem roten Storchenschnabel heraus. Einmal begleitete sie eine Reporterin der Volksstimme vom Storchenhof über die Straße zum Bahnhof, weiter im Zug nach Magdeburg, dann mit der Straßenbahn in die Tierklinik und war ganz begeistert über diese Reise. Auch das Fernsehen hat einen kleinen Film darüber gedreht.
Bei einem Empfang zur Würdigung ehrenamtlicher Personen schenkte sie dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eine kleine Fotomappe, über die er sich sehr gefreut hat.

Erika war eines der 11 Gründungsmitglieder des am 16.04.2003 gebildeten „Fördervereins Storchenhof Loburg e.V.“, bis zum Oktober 2005 dessen Vorsitzende und seitdem Ehrenvorsitzende und Internetbeauftragte. Viele Jahre berichtete sie der „Fangemeinde“ die neuesten Nachrichten von der Vogelschutzwarte. Sie liebte alle Vögel auf dem Gelände: Hühner, Gänse, Tauben, Puten, Greifvögel, besonders Eulen, und natürlich die Störche. Man kann sagen, sie führte ein ganz enges Leben mit unseren Mitgeschöpfen.

Ihre große Liebe „Prinzesschen“ teilte sie mit vielen. Sie aber war es, die „Meine Jahre mit Prinzesschen“ aufgeschrieben hat. Eine wunderbare Würdigung unserer Ausnahmestörchin.
Darüber hinaus hat sie seit den 80er Jahren bis 2006 jährlich einen Wort- und Fotobericht über die Ereignisse, das Leben und Wirken auf dem Storchenhof geschrieben. So liegen unersetzliche, lebensnahe Dokumente als Grundlage für Veröffentlichungen in Buchform vor.

Du bist noch viel zu mager ...
Du bist noch viel zu mager ...

Erika Herbst hat durch ihren unermüdlichen Einsatz erheblich dazu beigetragen, dass der Storchenhof seinen Betrieb lückenlos weiterführen konnte. Nur Bombendrohungen hätten sie (vielleicht) vom Kommen abgehalten.

Wurde sie mitunter bedauernd angesprochen, wie intensiv sie doch arbeitet, winkte sie nur ab und meinte: Sie wolle nicht zu Hause sitzen, um auf die Welt zu schimpfen und Krankheiten zu pflegen.

Junge Menschen waren ihr besonders ans Herz gewachsen, so hatte sie mit unseren Teilnehmer/Innern des Freiwilligen Ökologischen Jahres immer ein besonders freundschaftlich-vertrautes Verhältnis.

Ein schwer verletzter Jungstorch, mit viel Liebe umsorgt
Ein schwer verletzter Jungstorch, mit viel Liebe umsorgt
In guten Händen: Bussard Chilali
In guten Händen: Bussard Chilali

Erika Herbst hat in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit über dreißig Jahre auf dem Storchenhof mit ihrem Einsatz und ihrer Sachkenntnis - ob bei Führungen, in der Tierpflege, bei Gestaltungen, in der Biotoppflege und vielem mehr - sich in den Herzen der Vorstands- und der Vereinsmitglieder und bei allen, die sich für Weißstorch und Natur einsetzen, schon jetzt ein unvergessenes Gedächtnis bewahrt.

Dr. Christoph Kaatz gratuliert

Wir wünschen unserer Jubilarin und Ehrenvorsitzenden Erika Herbst nach dem Ausscheiden aus der aktiven Vorstandstätigkeit aus Alters- und Gesundheitsgründen eine Stabilisierung ihres körperlichen Befindens, so dass sie noch oft mit Hilfe von Vereinsmitgliedern ihren geliebten Storchenhof in Loburg besuchen kann.

Wir danken an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlich unserer Erika und wünschen ihr vor allem Gesundheit und noch viele Jahre als Ehrenvorsitzende.

In diesem Sinne mit vielen Grüßen im Namen des gesamten Vorstandes

Christoph Kaatz

Veranstaltungen

Freitag, 08.09.2017

Mitmach-Tag

Ehrenamtlicher Einsatz und gemeinsames Grillen

Mitmach-Tag 12.August 2017 - entfällt

Ehrenamtlicher Einsatz und gemeinsames Grillen

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Storchenhof-Erlebnistag 15.Juli 2017

Kita Burgspatzen aus Loburg zu Besuch

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Mitmach-Tag 08.Juli 2017

Ehrenamtlicher Einsatz und gemeinsames Grillen

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Mitmach-Tag 10.Juni 2017

Ehrenamtlicher Einsatz und gemeinsames Grillen

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Mitmach-Tag 13.Mai 2017

Ehrenamtlicher Einsatz und gemeinsames Grillen

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