Prinzesschen

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Tierprofil – Prinzesschen

Prinzesschen

  • Art: Weißstorch, wildlebend
  • Geschlecht: weiblich
  • Erstsichtung: 1993
  • beringt am: 
  • Ringnummer: 
  • Horst: Haupthorst
  • Partner: Prinz
  • Besenderung: 
Pate werden

Die Jahre mit ihr

Dies ist die Geschichte/Biografie von Prinzesschen. Geschrieben von Erika Herbst, die Prinzesschen vom ersten Tag an 14 Jahre lang begleitet hat.

Wir danken Erika für dieses wunderbare Werk, für ein Stück Geschichte von Tieren und Menschen, die weit über die wissenschftliche Forschung hinausgeht.
Wir werden Prinzesschen nie vergessen.

Das 1. Jahr - 1993

1993 auf dem Storchenhof Loburg. Wir trauerten noch um unser Storchenpaar, das nicht zurückgekehrt war, als ein neuer Storch den Horst anflog und ihn ausgiebig in Augenschein nahm. Dann war er fort, aber bald kehrte er zurück und klapperte: Sollte das heißen "es gefällt mir hier"? Er nahm wohl auch das Umfeld unter die Lupe, denn seine Ausflüge waren nur von kurzer Dauer. Wenn er doch bleiben würde....

Eine Schulklasse besuchte den Storchenhof und Dr. Kaatz war bemüht, den Kindern zu erklären, dass sie sich ruhig verhalten müssten: Der Storch ist neu hier, wir wollen ihn doch nicht vergraulen! Die Kinder waren brav und zur Belohnung durften sie den neuen Storch taufen. Ziemlich schnell waren sie sich einig: PRINZ soll er heißen! Nun brauchte er nur noch eine Gattin....

Am 23. April flog dann SIE ein, deren Leben so viele Menschen beschäftigen sollte! Der Prinz hatte eine Prinzessin, wenig später wurde Prinzesschen daraus und wir haben mit ihr eine seltene Erfolgsgeschichte erlebt....

Zunächst ging es aber zu wie bei anderen Störchen auch. Die beiden verstanden sich gut und Prinzesschen legte 4 Eier in den Horst. Das Jahr brachte weder wettermäßig noch sonst böse Überraschungen, und ohne Konkurrenz zogen sie auf dem Haupthorst die Jungen groß, die ersten 4 Prinzesschenkinder.

Zuerst verließen, wie bei Störchen üblich, die Kinder ihre Eltern. Die beiden Altstörche waren noch eine Zeit beieinander und erholten sich von den Strapazen der Jungenaufzucht. Sogar Paarungen beobachtet man dann: Fängt alles noch einmal von vorn an, eine 2. Brut? Nein, dazu würde die Zeit nicht mehr ausreichen, aber : "Das festigt die Bindung für das nächste Jahr", so erklärte Dr. Kaatz, der es ja wissen musste als erfahrener "Storchenvater"!

Es war nun Ende August, der Zugtrieb wirkte, denn zuerst war Prinzesschen fort, dann auch der Prinz. Wir wissen ja, dass Störche getrennt fliegen, jeder in sein Winterquartier. Ein halbes Jahr Urlaub von der Ehe! Man verabschiedet sich aber sozusagen mit "Auf Wiedersehen im nächsten Jahr an diesem Horst". Auf ein Wiedersehen hofften auch wir....

Soweit war alles wie bei jedem anderen Storchenpaar, noch konnte niemand ahnen, wie berühmt Prinzesschen einmal werden würde!

Das 2. Jahr - 1994

Der Frühling bringt die Störche zurück! Auch auf dem Storchenhof in Loburg wurden sie erwartet, und am 10. April 1994 stand so ein Adebar auf dem Haupthorst, war es der Prinz? Der Storch war unberingt, das stimmte schon mal.....In den nächsten Tagen zeigte auch sein vertrautes Verhalten, dass wir unseren Storch vom Vorjahr wieder auf dem Horst hatten. Und dann kam am selben Tag wie im Vorjahr, nämlich am 23. April, seine unberingte Störchin, das Prinzesschen. Über viele Jahre konnten wir beobachten, dass Störche "feste Ankunftszeiten" haben, die mal um eine Woche differieren können, denn, das ist auch eine Beobachtung, so lange wird auf den Partner gewartet. Das ist angemessen, wie Dr. Kaatz meint! Aber danach hat man es eilig, sich einen neuen Partner heranzuklappern, schließlich kommt man nicht von soweit her, um dann die ganze Brutsaison allein auf so einem schönen Horst herumzustehen.....

Es dauerte wiederum auch nicht lange, und das 1. Ei lag im Horst. Es wurden 4, wie im Vorjahr, und alle Jungen gediehen prächtig, die beiden hatten ja schon "Übung" darin!

Dieses Paar sollte nun auch Ringe bekommen, damit wir sie immer zweifelsfrei wieder erkennen konnten. Dazu musste man sie aber erst einmal haben! Unsere Zwei hatten mit 4 Jungen reichlich zu tun, das Futter herbeizuschaffen, und wir hatten gesehen, dass sie in unbeobachteten Augenblicken die Pflegestörche im Auslauf "besuchten", um ihnen das Futter zu stehlen! Sie sahen sich dann immer ängstlich um, jeden Moment startklar, wenn jemand kam. Aber die "leichte Art" an Futter zu kommen reizte wohl zu sehr!

Das wollten wir uns nun zunutze machen, um sie zu fangen. Im Auslauf wurde eine Netzkonstruktion mit hochgezogener Falltür aufgestellt, und diese Falle wurde mit Futter bestückt. Das Futter für die Pflegestörche stand nun in den Gehegen, dahinein trauten sie sich vorerst nicht. Wir wiegten sie wochenlang in Sicherheit, denn, wenn die Falle zuschnappte, musste das klappen, sonst konnten wir die ganze Aktion vergessen! Waren sie gewarnt, würde das nicht noch einmal gelingen.

Die vier ewig hungrigen Jungstörche aber sorgten dafür, dass die Eltern sich die Sache mal etwas genauer ansahen. Aber Wildstörche sind, und das ist gut so, extrem vorsichtig! So lagen wir, unsichtbar für unsere Zwei, ständig probeweise mal auf der Lauer; es strapazierte die Nerven ganz schön!

Und dann gab es noch einen zweiten Grund: Unsere Beiden sollten Sender bekommen, mit denen ihre Wege erforscht, und vor allem, was sie unterwegs und in den Überwinterungsgebieten taten, untersucht werden konnte: Wo sind Rastplätze, wo sind Gefahren, wie ist überhaupt ihr Zugverhalten.....

Störche werden seit 1902 beringt, so dass man die Wege kennt, aber was geschieht "dazwischen"? Das versprach eine spannende Sache zu werden....

Um es kurz zu machen: Prinz und Prinzesschen erhielten einen Sender, der allerdings noch mit einer Batterie betrieben wurde. Er wird wie ein "Rucksack" getragen, und wog ca. 80 g. Auch Ringe bekamen sie, den Personalausweis, der unser Prinzesschen, als sie tot gefunden wurde, ja zweifelsfrei identifiziert hat... Aber noch ahnten wir nicht einmal, wie berühmt sie werden und dass sie 13 Jahre für die Wissenschaft fliegen sollte! Ein Glücksfall, diese lange Beobachtungszeit eines einzigen Tieres!

Dann waren, als es Zeit wurde, wieder die Kinder fort, und auch unsere Senderträger haben sich auf den Weg gemacht, verfolgt über eine Technik, die Satellitentelemetrie, beim Weißstorch erstmals angewandt auf dem Storchenhof Loburg.

Das 3. Jahr - 1995

Wir schreiben das Jahr 1995. In Loburg war es Frühling geworden, und die Störche kehrten Anfang April zurück. Im Teichgarten turtelten Adam und Eva, und erstmalig war ein neu errichteter Horst auf einem unbenutzten Schornstein, nicht weit vom Storchenhof, von einem Storchenpaar besetzt worden. Wir erwarteten auch unsere Senderträger nun bald zurück:

Der Prinz kam eigentlich immer um den 10. April. Überwintert hatte er in Äthiopien, er hatte sich nun auch auf den Weg gemacht, aber zu unserem großen Schrecken setzte der Sender aus und wir hörten nichts mehr von Storch Prinz. Das musste aber noch nicht heißen, dass ihm etwas passiert war....

Unser Prinzesschen sendete Daten. Ihr Überwinterungsgebiet war Tansania gewesen, und nun war sie auf dem Zug. Wenn sie allerdings, wie wir es von ihr erwarteten, um den 23. April bei uns eintreffen wollte, musste sie sich etwas beeilen! Aber genau das tat sie nicht. Es gab immer wieder Zugverzögerungen, hauptsächlich im europäischen Raum, wo man das aber mit den Wetterverhältnissen erklären konnte.

Wir hofften und warteten, das stellte uns auf eine harte Probe! Prinzesschen bewegte sich zwar, dann auch mal wieder fast nicht... Es zerrte ganz schön an den Nerven! Ständig hatten wir den Horst im Blick; wir hofften, der Prinz würde kommen, und dann endlich war Prinzesschen in der Nähe! Ich weiß nicht mehr genau, wer den Senderstorch zuerst gesehen hatte. Er überflog zunächst den Horst, kam dann im großen Bogen zurück und landete zielsicher.... Es war Prinzesschen, und zwar am 25. Mai!

Sie war angekommen, wenn auch mit 4 Wochen Verspätung! Was war da bloß los? Leider sagt uns das der Sender nicht.

Die Freude war riesengroß, allerdings getrübt dadurch, dass der Prinz fehlte und die Zeit für eine Brut wohl vorüber war, denn Ende Mai legt die Störchin keine Eier mehr, da sollten Junge im Horst sein! Sicher hatte Prinzesschen auch gedacht, dass ihr Prinz sie am Horst bereits erwartete....

Aber zu unserer großen Freude landete am 5. Juni ein zweiter Senderstorch auf dem Horst: Storch Prinz war nichts passiert, und beide begrüßten sich mit ausgiebigem Geklapper. Soweit war die Welt nun in Ordnung, für die beiden ganz sicher, denn sie paarten sich und saßen abwechselnd längere Zeit im Horst. Wollten sie uns vortäuschen, dass hier gebrütet wurde? Nun, die beiden lebten wohl einfach das, was Störche nach ihrer Ankunft naturgemäß tun... Es gab aber, wie zu erwarten war, leider keine Brut mehr. Unser Ehepaar lebte wohl auch ohne Kinder glücklich und zufrieden, und verabschiedete sich mit "Auf Wiedersehen im Jahr 1996".....

Die Sender waren beiden auf die bewährte Weise wieder abgenommen worden, denn der Sender von Prinz war funktionsuntüchtig und auch Prinzesschens Sender war nicht optimal in der Übertragung gewesen. Noch einmal würde er nicht durchhalten. Inzwischen war die Entwicklung von Solarsendern in den USA angelaufen, die immer wieder optimiert wurden. Prinzesschen flog 2005 mit einem vom ZDF gesponserten Sender, der nur noch 30g wog.

2007 kam der Sender zurück, aber unser Prinzesschen nie mehr.....

Das 4. Jahr - 1996

Der Prinz erwies sich in seiner Ankunftszeit doch als zuverlässig; er erschien am 12. April. Dass er im Vorjahr erst im Juni eintraf, war wohl ein "Ausrutscher". Nun fehlte nur noch sein Prinzesschen...
Ihre Ankunft konnten wir um den 23. April erwarten. Im Vorjahr war auch sie erst im Juni erschienen, das passiert halt schon mal!

Der Prinz baute am Horst, klapperte und schaute in die Gegend. Am 18. April hatte er da wohl eine Störchin auf sich aufmerksam gemacht, auf dem Horst turtelte ein Pärchen! Es war aber nicht Prinzesschen, sondern zu unserer Überraschung Eva... Da beide Damen einen Ring tragen, war ein Irrtum ausgeschlossen. Was machte Eva da? Sie war doch mit Adam verheiratet!

Der stand nun allein auf seinem Horst und hoffte sicher, dass seine Gattin zurückkehren würde! Das sah aber gar nicht danach aus. Unser neues Pärchen verstand sich bestens, und Eva machte es offensichtlich nichts aus, dass Adam nun allein auf dem Horst stand...

Was würde aber geschehen, wenn Prinzesschen eintraf? Das erlebten wir am 24. April, als sie ihren heimischen Horst anflog: Da waren schon Zwei... aber Prinzesschen erwies sich da bereits als Kämpferin; so einfach überließ sie ihren Prinzen nicht einer Anderen! Der Prinz sah zunächst dem Gerangel der beiden Störchinnen zu, war aber wohl bemüht, die Eier zu schützen. Dann entschied er sich aber für Eva! Gegen beide hatte Prinzesschen keine Chance, sie räumte das Feld.

Zu seiner großen Freude hatte sich beim Gärtner ein Storch niedergelassen, mit Ring! Es war Prinzesschen, die hier wohl eine Familie gründen wollte, (am 20.7. gelang es, ihre Ring-Nr. abzulesen). Ihr Geklapper hatte auch Erfolg: Ein Storchenmann gesellte sich zu ihr, 2 Junge haben die beiden großgezogen: So verbrachte Prinzesschen nach Hindernissen, die sie in den Folgejahren noch oft meistern musste, ein "glückliches" Jahr in Loburg.

Auch Eva und der Prinz waren wohl ein "glückliches" Paar, sie hatten 3 Junge und waren gute Eltern. Eva suchte oft auf der Wiese in der Nähe von Adams Horst Futter für die Prinzenkinder. Wenn Adam sie sah, kam er angeflogen und lief hinter ihr her: Armer Adam, er hat wohl nie richtig begriffen, dass sie ihn verlassen und sich neu verpaart hatte! Wie sollte er auch, "seine" Partnerin lief vor seiner Nase herum, er sah sie täglich und für ihn waren sie für 1996 ein Paar! Treuer Storch und ungetreue Störchin? Bei Störchen läuft es halt etwas anders als beim Menschen: Wer zuerst kommt, muss sich kümmern.... Wie dann die Entscheidung für welchen Partner ausfällt - da schauen wir dann zu und sind immer wieder auch mal überrascht!

Das Leben schreibt nicht nur Geschichte bei den Menschen, auch bei Störchen...

Das 5. und 6. Jahr - 1997/98

Die Jahre mit Prinzesschen waren nicht immer voll aufregender Ereignisse, Gott sei dank! Es war manchmal auch ein ganz normales Storchenleben, außer, wenn wir etwas mit ihr vorhatten...

1997: Dieses Jahr war ein schlechtes Storchenjahr, insofern, dass die Störche verspätet, oder auch gar nicht an ihren Horsten eintrafen. Wir warteten auf den Prinzen, er ist in diesem Jahr nicht wiedergekommen. Zu unserer Freude blieb der Haupthorst aber nicht leer. Am 13. April stand dort ein stattlicher Storch, der offensichtlich bleiben wollte, ein großes Glück für den Storchenhof! Wer es in diesem Jahr ins Brutgebiet geschafft hatte, der verdiente einen besonderen Namen! Da auf dem Haupthorst immer Adlige oder sonstige Prominenz saß, erhielt er den Namen "Kaiser".

Am 26. April kam aber keine Kaiserin, sondern unser Prinzesschen war eingetroffen; sie hatte es auch wieder geschafft! Die beiden waren schnell ein Paar, keine männliche oder weibliche Konkurrenz störte das Storchenglück. Bald lag das erste Ei im Horst, es wurden 4, und auch 4 Junge wurden aufgezogen und sind flügge geworden.

Mit Prinzesschen aber hatte man Besonderes vor: Die Entwicklung von Sendern war so weit fortgeschritten, dass für sie ein Solarsender zur Verfügung stand. Nun aber wurde es wieder spannend: Prinzesschen fangen! Sie hatte 4 Kinder zu versorgen, und bevor die vom Horst waren, mussten wir unsere Lady in der Falle haben! Sie hat es uns nicht leicht gemacht. Wir lagen auf der Lauer und haben viel Zeit investiert, denn Prinzesschen umrundete oft die Falle ohne hineinzugehen, dann wieder stand sie auf Nachbars Dach und machte auch manchmal eine ganze Stunde lang keine Miene herunterzukommen. Der Kaiser war ein guter Vater, der seine bettelnde Kinderschar gut versorgt hat, so konnte sich Madam auch längere Pausen gönnen. Aber dann haben wir es doch geschafft, Prinzesschen flog mit einem Sender, der nur noch 40 g wog, bis nach Kenia.

1998: In Kenia hatte es große Überschwemmungen gegeben, dort hat sie sicher viel Futter gefunden, denn von dort kommend erreichte sie am 25. April wieder den heimischen Horst. Der Kaiser wartete auf sie, und wieder folgte ein Jahr ohne "Eheprobleme": Aus 4 Eiern schlüpften 4 Junge, die erfolgreich aufgezogen wurden.

Erst flogen die Kinder fort, dann die Eltern, Prinzesschen mit Sender. Diesmal flog sie bis Südafrika. Es wurde eine spannende Verfolgung ihres Zuges.

Von nun an wurde es aber auch in anderer Hinsicht spannend, nämlich in ihrem "Privatleben".

Das 7. Jahr - 1999

Superpünktlich erschien am 30. März der Kaiser am Haupthorst. Prinzesschen aber war noch weit entfernt vom heimischen Horst. Sie war 1998 bis an die Südspitze Afrikas geflogen und hatte dort überwintert. Ende Februar hatte sie sich auf den Weg gemacht, und bis in den Sudan war sie auch recht zügig unterwegs. Dann aber ging es nicht mehr so flott voran, in der Südtürkei bewegte sie sich tagelang kaum. Dort lag wohl Kaltluft am Boden und unser kluges Prinzesschen wusste genau: Irgendwann gibt es Warmluft zum Segeln, also keine unnötigen Anstrengungen! Was Prinzesschen nicht wusste, war, dass der Kaiser nach einer Woche Wartezeit langsam unruhig wurde.

"Angemessen" wird ja eine Woche auf den Partner gewartet, aber dann sollte man sich kümmern! Dr. Kaatz bekam zunehmend Sorgenfalten auf der Stirn, denn der Kaiser hatte wohl, und das nur 100 m entfernt auf dem Teichgartenhorst, Kontakt zu Störchin Evchen aufgenommen, die auch noch allein war. Wir beobachteten das Treiben der beiden und wussten zunächst nicht, was dort eigentlich abging: Der Kaiser besuchte Evchen, flog dann mit Nistmaterial auf den Haupthorst und klapperte! Evchen baute am eigenen Horst und klapperte auch. Augenscheinlich versuchte jeder der Beiden, den Partner auf seinen Horst zu locken! Uns blieb nur abzuwarten, wer hier wohl gewinnen würde: Evchen war schließlich die Siegerin, sie legte die Eier in das Nest, was sie gewählt hatte, und die Natur will es wohl so, dass der Kaiser zu ihr kommen musste! Beide brüteten nun brav abwechselnd und die Welt war zunächst in Ordnung.

Aber Prinzesschen war unterwegs und irgendwann würde sie den heimischen Horst erreichen, was dann? Es stand bereits in der Zeitung: Der Kaiser geht fremd, so sehen wir das, und Prinzesschen ahnte nichts davon. Allerdings war der Haupthorst immer wieder mal besetzt, aber leider war es kein neuer Storch, der dort klapperte, sondern der Kaiser, der seinem "Thron" wohl immer noch nachtrauerte, auch keinen anderen Storch dort dulden wollte.... das konnte ja heiter werden!

Es war nun Ende April, das Brutgeschäft bei "Kaisers" im vollen Gange und Prinzesschen in Polen angelangt; so etwa am 1. Mai konnte sie in Loburg sein. An diesem Tag war schönes Wetter und der Hof voller Besucher. Michael vermutete Prinzesschens Ankunft so um 15 -16 Uhr. Die Besucher bekamen das wohl mit, denn niemand wich von der Stelle. So standen viele Menschen auf der Wiese mit Blick auf den Haupthorst. Dann um 15.50 Uhr Michaels Ausruf: Sie ist da!!! Aber der Haupthorst war leer??? Sie steht auf dem Schornsteinhorst, was wird sie tun???

Sie flog den Haupthorst an, und ihr Geklapper ging im Beifall der Besucher unter, großer Bahnhof für Prinzesschen!

Wo aber war ihr Kaiser? Der saß auf den 5 Eiern, die ihm Evchen gelegt hatte, aber irgendwann würde ja die Brutablösung kommen.....

Ich musste nach Hause fahren, und als ich am nächsten Morgen eintraf, stand laut klappernd der Kaiser auf dem Haupthorst und Prinzesschen bei Nachbar Günther auf dem unbesetzten Horst. Dr. Kaatz war aufgeregt und unausgeschlafen. Der Kaiser hatte Prinzesschen angegriffen, sie nach einer kleinen "Prügelei" vertrieben und nicht mehr auf "seinen" Horst gelassen. Dr. Kaatz war in Sorge, was sich aber bald als unbegründet erwies, denn der Kaiser nahm glücklicherweise das Brutgeschäft bei Evchen ernst, und stellte die Attacken ein. Alles in Ordnung?

Leider nicht!!! Es gab neue Sorgen, denn der Kaiser wurde "freundlich", zu freundlich, wie sich bald herausstellte, denn, wenn er bei Evchen Pause hatte, besuchte er Prinzesschen und erkannte wohl in ihr die Partnerin, mit der er in diesem Jahr eigentlich verheiratet war. So verhielt er sich auch. Wollte er 2 Frauen betreuen??? Immer, wenn es auf dem Haupthorst klapperte, guckte Dr. Kaatz aus dem Küchenfenster und schimpfte: Der Kaiser soll bei Evchen bleiben und Prinzesschen soll sich einen neuen Partner heranklappern!!! Seine Wünsche konnten nicht in Erfüllung gehen, denn Prinzesschen ließ keinen anderen Storch auf den Haupthorst.

Treue Störchin und ungetreuer Storch? Nichts dergleichen! Dem Kaiser "Fremdgehen" vorzuwerfen, ist ungerecht, schließlich hatte Prinzesschen über Gebühr Verspätung.

Prinzeßchen dagegen nahm keinen anderen Partner an: Sie war für dieses Jahr mit dem Kaiser verheiratet, sie sah ihn ständig und er besuchte sie ja täglich - wie sollte sie das verstehen? Prinzesschen legte sogar ein Ei und saß dann brütend darauf. Kam der Kaiser zu Besuch, löste er sie nicht ab, und eines Tages warf er das Ei sogar aus dem Horst: Der Kaiser hatte jetzt Junge und "herumliegende" Eier waren nun wirklich unangebracht.

Armes Prinzesschen, aber sie hatte nun keine stressige Jungenaufzucht, während der Kaiser 5 Junge mit Evchen zu versorgen hatte. Sie hatte also dafür gesorgt, dass der Kaiser nicht allzu viel Zeit bei Prinzesschen verbringen konnte! Wenn es auch weniger Besuche waren, ganz ausgeblieben sind sie nicht.

Der Kaiser und Evchen zogen erfolgreich ihre 5 Jungen groß, Prinzesschen blieb solo; und als es Zeit war, haben sie uns alle verlassen. Es war ein turbulentes Jahr, in dem wir wieder viel über unsere Störche gelernt haben.

Das 8. Jahr - 2000

Diesmal hatte sich Prinzesschen beeilt, sie erschien bereits am 18. April. Das war ihr bisher frühester Ankunftstermin. Genützt hat es Prinzesschen nichts, denn sie erlebte gleich 2 Enttäuschungen:

Der Kaiser war auf dem Teichgartenhorst bei Evchen und schien sie nicht mehr zu kennen, für ihn war die Ehe "geschieden" und für den Haupthorst interessierte er sich auch nicht mehr, woraus man wohl schließen kann, dass Störche an den Ort zurückkehren, an dem sie im Vorjahr gebrütet haben, und wenn dann die Partnerin des Jahres auch da ist, gibt es keinen Grund, sich für eine "Verflossene" zu interessieren!

Der Haupthorst war auch nicht frei, dort stand Staksi!! und machte keinen Hehl daraus, dass er hier der Hausherr war! Allerdings war er noch unverpaart..... und wir hatten ihn bereits mit Prinzesschen verkuppelt.

Aber irgendetwas stimmte da nicht: Einer der beiden war zwar immer am Horst, aber wenn der andere eintraf, gab es kein freudiges Begrüßungsklappern. Es sah eher nach Streit und gegenseitigen Vertreibungsversuchen aus! Dabei hätte es doch (nach unseren Vorstellungen) so gut gepasst. Wer mochte da wen nicht und vor allem warum? Es war wohl Prinzesschen, die Staksi nicht als Ehemann akzeptierte, sie wollte aber offensichtlich den Horst. War er ihr zu jung? Staksi war 4 Jahre alt, Prinzesschen mindestens 10 Ob das bei Störchen eine Rolle spielt? Wir waren ratlos! Vielleicht sah sie auch seine leichte Behinderung beim Laufen.

Jedenfalls nervte der Streit unseren sen. Dr. Kaatz, wenn er aus dem Küchenfenster schaute: Die vertrödeln wertvolle Zeit!

Das wussten die beiden wohl auch, denn Prinzesschen merkte schließlich, dass Staksi den Horst nicht freiwillig räumte, und erschien eines Tages mit "Verstärkung": Ein Storch, der sich auf dem Horst am Sportplatz (knapp 100 m Luftlinie) niedergelassen hatte, war wohl der "Auserwählte" und sollte nun augenscheinlich helfen, Staksi zu vertreiben! Der aber zeigte jetzt, was in ihm steckt: Er verfolgte den Rivalen so massiv im flachen Flug über die Gehege, dass einem Angst werden konnte! War der weg, vertrieb er Prinzesschen mit Schnabelhieben von "seinem" Horst nach dem Motto: Mich willst Du nicht, und den Horst bekommst Du nicht!!!

Er hat es tatsächlich geschafft, unser tapferer Staksi, dass die beiden aufgaben und sich auf dem Sportplatzhorst niederließen. Nun war Ruhe und die Welt wieder in Ordnung. Staksi klapperte sich eine Störchin heran, wurde Vater von 2 gesunden Kindern und unser Prinzesschen brütete nun am Standort Nr. 3 mit Partner Nr. 4...

So langsam wurde Prinzesschen ein Star: Eigentlich sollte sie einen neuen Sender bekommen, aber an ihrem jetzigen Brutort konnten wir sie nicht fangen. Die Loburger lieben ihr Prinzesschen, und nun sollte ihr Partner getauft werden: Er bekam den Namen "Prinzipal", etwas Ebenbürtiges musste es schon sein!! Das Paar hat 3 Junge erfolgreich großgezogen, und sich dann, wie in jedem Jahr, getrennt auf den Weg nach Afrika gemacht.

Ein halbes Jahr Urlaub von der Ehe, aber im Jahr 2001 wieder Treff an diesem Horst.

Ob das geklappt hat, erfahrt ihr im nächsten Kapitel von Prinzesschens Geschichte.

Das 9. Jahr - 2001

Am Sportplatzhorst klapperte um den 20. April herum ein Pärchen. Beide Partner waren unberingt, einer war vielleicht wieder der Prinzipal vom Vorjahr, aber die Partnerin war nicht unser beringtes Prinzesschen. Da sie in diesem Jahr keinen Sender trug, mussten wir auf die Suche gehen.

Am Horst an der Gartenklause war das Pärchen vom Vorjahr nicht erschienen. Dafür hatte sich im April ein neuer Storch auf dem schönen Horst niedergelassen, und der trug einen Ring! Die Ablesung ergab: Er stammte aus Reppichau bei Köthen und war ein Youngster, nämlich gerade 3 Jahre alt. Aber er war ein sehr großer, stattlicher Storch und hatte wohl auch vor zu brüten, denn er klapperte viel und hielt Ausschau nach einer Partnerin.

Am 23. April hatte es dann geklappt, aber wer war da eingeflogen? Eine Störchin mit Ring - es war Prinzesschen!

Die beiden machten bald den Eindruck eines sehr glücklichen Storchenpaares, wen wundert das: "Jonas", wie er getauft wurde, war ein Bild von einem Storchenmann. Nun hatte er eine Prinzessin bekommen!

Soweit war die Welt in Ordnung, und in diesem Jahr blieb sie das auch, denn zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass Jonas zu den Westziehern gehört, und Prinzesschen hatte schon als Senderträgerin bewiesen, dass sie Südafrika als Überwinterungsgebiet bevorzugte. Unser Pärchen hatte vier Junge bekommen und reichlich zu tun, die hungrigen Schnäbel zu stopfen. Das sollte wieder genutzt werden, um beide mit einem Solarsender auszustatten.

Wir wussten, wo beide oft gemeinsam Futter suchten: Das war auf einer Wiese hinter den Grundstück von Herrn Müller, der uns in den folgenden Wochen sehr geholfen hat. Er versorgte uns mit Informationen, wann beide da waren, und half, die bewährte Netzfalle aufzustellen. Jeden Abend machte also einer vom Storchenhof bei Herrn Müller einen Besuch, und auf der Wiese wurde der Eimer mit dem Futter immer näher an die Falle heran und schließlich hineingestellt. Das war eine Arbeit von Wochen, aber es sah dann recht erfolgversprechend aus. Prinzesschen erschien meistens zuerst auf Herrn Müllers Dach, und wenn Gatte Jonas eingetroffen war, begaben sie sich auf die Wiese. Aber sie waren ausgesprochen vorsichtig; bewegte sich nur irgendetwas in der Nähe, wichen sie sofort zurück. Um die Falltür vom Grundstück aus gut versteckt zu ziehen, musste da jemand schon einige Zeit hocken. Da nun auch noch geprobt werden musste, war das eine zeitaufwendige und nervenaufreibende Tätigkeit!

Aber eines Tages war es dann soweit: Ich musste nach Hause fahren und hatte dem Team noch guten Erfolg gewünscht. Als ich mich dann am nächsten Tag auf dem Storchenhof nach dem Stand der Dinge erkundigte, hieß es: Ein halber Erfolg, man hatte nur Jonas besendert.... wie das? Prinzesschen hatte so in der Falle gewirtschaftet, dass sich das Netz an einer Stelle aus der Verankerung gelöst hatte, und fort war sie!! Konnten wir nun die ganze Aktion vergessen? Schließlich war sie gewarnt.

Dabei war es so wichtig, dass Prinzesschen wieder einen Sender erhielt. Sie flog bereits 5 Jahre mit einem Sender (mit Unterbrechungen); man wollte die Forschung bei dieser Langstreckenzieherin doch fortsetzen! Also wurde wieder mit dem Anfang begonnen, hoffentlich würde sie wiederkommen und ausnutzen, dass hier leicht Futter zu beschaffen war.

Und dann erlebten wir eine Überraschung: Prinzesschen kam sehr bald wieder, aber Gatte Jonas ward nicht mehr gesehen!

Dann klappte es auch noch, sozusagen in letzter Minute. Als es Zeit war, flogen also beide mit Sender davon; die 4 Kinder waren wie üblich schon vorher fort. Und nun gab es nochmals eine Überraschung: Jonas flog in Richtung Spanien, Prinzesschen war auf der Ostroute unterwegs, na, wenn das man nicht 2002 Ärger geben könnte.

Es gab, wie wir wissen, und das nun 3 Jahre lang!

Das 10. Jahr - 2002

Störche "verabschieden" sich sozusagen mit "auf Wiedersehen im nächsten Jahr", denn sie sind ihrem Horst treu. Ist der Partner vom Vorjahr auch innerhalb einer Woche am Horst, können sie viele Jahre ein Paar sein, d.h. wenn immer beide überleben.

Über die Senderdaten wussten wir, dass Jonas in Südspanien überwintert hatte und seit Ende Februar auf Heimatkurs war. Nun lagen etwa 2500 km vor ihm. Auch Prinzesschens Sender hatte gemeldet, dass sie sich Ende Februar aus Südafrika auf den Heimzug begeben hatte, nun lagen allerdings ca. 10 000 km vor ihr!

Jonas hatte seinen Zug über die Schweiz nach Süddeutschland ziemlich schnell absolviert, und am 5. März stand er auf dem heimischen Horst in Loburg. Auch Prinzesschen machte einen recht flotten Zug bis nach Ägypten, dann bummelte sie etwas, aber, als ob sie wüsste, dass Jonas schon fast 3 Wochen zuhause war, beeilte sie sich jetzt, aber sie würde noch etwa 3 Wochen unterwegs sein.

Jonas hatte öfter Besuche auf dem Storchenhof gemacht und sicher "neidisch" geschaut, dass Staksi, der nur einen Tag später angekommen war, bereits eine Partnerin hatte, seine Besuche daher gar nicht gern sah und ihn sofort vertrieb! So blieb Jonas nichts weiter übrig, als im eigenen Revier zu bleiben. Da war er allerdings wohl nicht untätig, denn Ende März hatte er eine Störchin! Die Dame war unberingt, aber beide waren sich "einig" und bauten eifrig am Nest! Sie ahnten natürlich nicht, dass da Jemand auf dem Weg war und das neue Eheglück sicher nicht so hinnehmen würde.

Prinzesschen war auf dem Zug gut vorangekommen, und wir erwarteten Ihre Ankunft am 18. April. Inzwischen waren bei Jonas und "Novi" wie wir die Störchin getauft hatten, sicher schon Eier im Horst, aber niemand konnte genau vorhersagen, was an jenem 18. April um 15 Uhr 38 Minuten geschehen würde.

Unter dem Horst hatte sich bereits vor 15 Uhr eine ziemlich große Menschenmenge eingefunden. Viele Kameras waren auf den Horst gerichtet, um ja nichts zu verpassen. Nur Jonas saß ganz ruhig auf seinem Horst und brütete. Aber urplötzlich wurde es turbulent, der "Punkt", der in der Ferne aufgetaucht war, hatte sich als Prinzesschen entpuppt, und ohne Zögern war sie auf dem Horst gelandet! Jonas war völlig überrascht aufgestanden und wollte sie vertreiben, aber Prinzesschen wurde ob dieses unfreundlichen Empfangs kämpferisch und griff nun Jonas an. Ehe aber die unten stehenden noch richtig begriffen, war Novi gekommen, und nun ging es heftig zur Sache. Die Kampfhähne waren nicht mehr auseinanderzuhalten, bis dann schließlich ein Storch in Siegerpose auf dem Horst stand: es war Prinzesschen! Jonas stand auf dem benachbarten Dach, Novi versuchte wohl vergeblich, ihr Gelege zu schützen, aber die Eier waren natürlich kaputt, auch hinausgefallen. Sie kam dann nicht mehr zurück.

Aber Jonas erkannte sein Prinzesschen, flog zu ihr auf den Horst, und nun waren die zwei wieder ein Paar.

Prinzesschen hatte gesiegt, die Rivalin vertrieben, und falls noch Eier heil geblieben wären, hätte sie die hinausbefördert. Man "investiert" nicht in fremde Kinder! Prinzesschen wollte natürlich die eigenen Erbanlagen weitergeben. Sie legte 4 neue Eier, und sie und Jonas waren ein wiedervereintes Paar und später auch gute Eltern. Da sie aber in anderer Hinsicht ein besonderes Paar waren, nämlich, dass er den kürzesten und sie den längsten Zugweg hatten, bekamen 2 ihrer Kinder Sender: Christina und Johann,

(die beiden Störche vorne)

wohin würden sie ziehen? Sie nahmen beide die Route der Mutter. Wir werden uns aber hüten zu sagen, Papa hätte nichts zu vererben, denn wir wissen nicht, wohin die beiden anderen zogen; sie waren ja nur beringt.

Aber nicht jeder freute sich über Prinzesschens Sieg. Vielen tat natürlich Novi leid. Sie hatte mit Jonas brav ein Gelege bebrütet, und nun kam eine daher und zerstörte alles! Und überhaupt der Jonas: Warum wies er Prinzesschen nicht ab? Er musste doch wohl der Novi helfen, stattdessen verzog er sich aufs Nebengebäude und machte nichts, während Prinzesschen ihre "Eheprobleme" ziemlich "rabiat" löste.

Ja, in der Natur gewinnt das Stärkere. Das ist auch gut so, sonst könnte sie sich nicht gesund erhalten! Wir Menschen haben wohl oft ein Problem damit; wir sollen und können es uns leisten, auch dem Schwachen eine Chance zu geben. Prinzesschen trägt gute Erbanlagen, also haben wir uns über ihre 4 Kinder uneingeschränkt gefreut!

Das 11. Jahr - 2003

Der "Tag der offenen Tür" war auf em Storchenhof immer sehr beliebt, und auch an diesem 3. Mai gab es wirklich viel zu sehen. Eine Menge Poster mit Informationen, auf dem Haupthorst wurden 3 Junge gefüttert, und das war wohl noch nicht das Ende: 2 Eier lagen noch im Horst! Der Waldkauzkasten war besetzt, leider haben die tagsüber "keine Sprechstunde"! Zu berichten gab es auch, dass bei Jonas und Novi Junge im Horst waren, das Paar fütterte - und Prinzesschen???

Sie war zu dem Zeitpunkt in Bulgarien, am 15. Mai in Ostpolen - und bei Jonas und Novi waren 5 Junge im Horst! Wann würde Prinzesschen ankommen, kam sie überhaupt? Ende Mai kann die Störchin keine Eier mehr legen, die Natur bildet den Eierstock zurück. Die Jungen würden erst etwa Mitte September flügge sein, zu spät, findet die Natur.

Aber gewappnet wollte der Storchenhof für alle Fälle sein, denn Prinzesschen würde ihren Horst und wohl auch ihren Jonas wohl trotzdem wiederhaben wollen! So wurden zunächst vorsorglich 3 Junge aus dem Horst genommen und im Storchenhof versorgt. Prinzesschen war noch 400 km entfernt, aber sie machte es spannend und brauchte dafür 3 Tage!

Am 27. 5. war es dann soweit, Prinzesschen war im Anflug! Wieder hatte sich ein "großer Bahnhof" zum Empfang eingefunden, Presse, Funk und Fernsehen wollten sich nichts entgehen lassen. Gegen 15 Uhr 30 Minuten wurde sie erwartet, es "knisterte", denn niemand wusste, was sich dort oben im Horst abspielen würde! Die Jungen sollten aber keinesfalls gefährdet werden, deshalb stand die Feuerwehrleiter ausfahrbereit am "Einsatzort". Prinzesschen war pünktlich. Um 15.38 Uhr flog sie wie immer mit Power auf IHREN Horst zu: Aber diesmal gab es heftige Gegenwehr. Jonas war zuhause und trat nicht wie im Vorjahr unschlüssig von einem Bein aufs andere und machte sich schon gar nicht davon! Sofort war auch Novi da. Es wurde diesmal noch dramatischer gekämpft, denn die Kinder waren zu verteidigen! Zwei gegen eine? Da könnte doch eigentlich nichts schief gehen.

Aber irgendwann in dem Gerangel gelang es Prinzesschen, den Horst zu entern. Sofort war die Feuerwehrleiter "vor Ort" und machte der Auseinandersetzung da oben erst einmal ein Ende. Die Jungen wurden unbeschadet heruntergeholt, doch sogleich ging der Kampf weiter. Da wurde nun nicht mehr eingegriffen, das stärkere "Potential" würde siegen. Dann gab ein Storch schließlich auf: Zurück auf dem Horst blieben 2 Störche, die den Sieg erst einmal ausgiebig beklapperten: Jonas und Novi! Prinzesschen war vertrieben, und zunächst wusste man nicht, wo war sie? Aber der Sender "verriet" sie natürlich, sie war noch in der Umgebung und wir hofften, dass sie sich woanders niederlassen würde, am besten noch mit einem Partner, der eine ähnliche Ankunftszeit wie sie haben würde. Dann hätten Jonas und Novi Aussicht auf ein ungestörtes Familienleben.

Aber zunächst hatte der Storchenhof andere Sorgen: Unser Pärchen hatte nichts zu tun. Der Fütterungstrieb würde nachlassen, und schließlich würden die beiden merken: Kinder machen eigentlich nur Arbeit.....Also wurde entschieden, die 2 Jungen wieder einzusetzen, und die Altstörche fütterten ihren Nachwuchs weiter! Prinzesschen war ja schon mehrmals abgewiesen worden und hatte sich dann immer anderweitig mit Erfolg umgesehen, aber diesmal hatten wir die Rechnung ohne sie gemacht.

2 Tage später, es war Feiertag, ich hatte viele Besucher auf dem Hof und Familie Kaatz war unterwegs. Da klingelte das Handy in meiner Tasche und aufgeregte Anwohner in Loburg meldeten: Bestimmt ist Prinzesschen wieder da, es ist ordentlich was los am Horst!!!

Familie Kaatz kehrte sofort um, und die Feuerwehrleiter war auch schnell da. Die Jungen wurden wieder heruntergeholt, aber eines starb kurze Zeit später. Das andere Junge wurde in der Tierklinik in Magdeburg am Flügel operiert: "Jonas junior" ist gesund und ein schmucker Storch geworden, fliegen geht nicht mehr, aber er hat in Bernburg im Zoo ein schönes Zuhause gefunden. 3 Junge aber sind richtige Wildstörche geworden: Staksi vom Haupthorst hat 2 großgezogen, ein Junges bekam in der Altmark neue Eltern. Und am Horst von Jonas und Novi stand wieder ein siegreich klapperndes Storchenpaar: Es waren Prinzesschen und Jonas!!!

Unsere "Powerlady" geriet allerdings wieder negativ in die Schlagzeilen: Sie greift wehrlose Junge an, zerstört eine Familie und vertreibt rigoros ihre Rivalin, "wenig prinzesschenhaftes Verhalten", na, dazu gäbe es ja einiges zu bemerken. Novi hatte sie wirklich vertrieben, doch wenn man den Dingen ihren Lauf gelassen hätte, wäre keines der Jungen am Leben geblieben. Aber wie das immer so ist: Die Wogen glätteten sich wieder, und dann stand es schwarz auf weiß: Das Traumpaar ist wieder zusammen!!!

Junge gab es nicht mehr, aber die beiden hatten sich vor ihrem Abflug ins Winterquartier wieder verabredet.

Das 12. Jahr - 2004

Unsere "Westzieher" Jonas (am 12.3.), Staksi (am 14.3.) und Novi (am 21.3.) waren in Loburg eingetroffen, und auch Lucy war am 1.4. zu Staksi zurückgekehrt. Bei unseren beiden Pärchen war also alles in Ordnung.

Am 19. April gab es ein besonderes Ereignis in Loburg: Die Vorstellung der Prinzesschen-Briefmarke, auf die Dr. Kaatz sen. mit Recht stolz sein konnte: Sie zeigt Prinzesschen fliegend und am Rand steht "Weißstörchin Prinzesschen". Das gab es noch nie, dass einem Tier sein Name zugeordnet wird! Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen stellte die Briefmarke persönlich vor, gedruckt wurde sie in einer Auflage von 26,5 Millionen.

Unser Prinzesschen ahnte davon nichts, sie war zu dieser Zeit in Israel, die Reise würde wohl noch ein wenig dauern! Bei diesem Ereignis mussten wir jedenfalls auf die Anwesenheit Ihrer Hoheit verzichten.

Bei Jonas und Novi war vor ihrer Ankunft eine Horstkamera installiert worden, so dass man sehen konnte, wann die beiden wie viele Eier im Nest hatten. Jonas und Novi ahnten zwar wieder nicht, was ihnen da blühen konnte. Doch schließlich war Prinzesschen unterwegs zum Horst und es ging um Eier oder Junge, die keinem Kampfgetümmel ausgesetzt werden sollten. Sehr erfreulich war, dass bald 5 Eier im Horst lagen, beide brüteten. Prinzesschens Ankunft war für den 25.4. vorausgesagt, und so war dann auch der Plan fertig: Die Gans Gudrun war ausersehen, statt auf den eigenen Eiern nun auf den Storcheneiern zu sitzen. Damit Jonas und Novi weiterbrüteten, bekamen sie unbefruchtete Gänseeier untergeschoben.

So konnte man nun fast beruhigt Prinzesschens Ankunft entgegensehen. Unsere Vögel hatten wohl nichts bemerkt vom Eiertausch: Ganter Siegfried achtete weiterhin streng darauf, dass Gudrun ihr Badevergnügen nicht zu lange ausdehnte und sich bald wieder auf die Storcheneier setzte. Was würde er wohl sagen, wenn er die Storchenkinder zu Gesicht bekäme? Soweit durfte es aber gar nicht kommen, denn Gudrun würde sofort mit den Kindern losmarschieren wollen, und möglichst in den Teich!

Unsere Nesthocker würden da zwar nicht mitmachen, aber wenn die Jungen geschlüpft waren, mussten sie sofort unter die Wärmelampe. Ständig stand also Gudrun unter Beobachtung; es war wieder einmal total stressig auf dem Storchenhof.

Dann kam der Tag der Ankunft: Wie immer großer Bahnhof zum Empfang, aber Prinzesschen kam nicht wie üblich zur "Kaffeezeit". Was war denn los? Irgendwo in der Nähe war sie, aber vergeblich schauten alle in den Himmel, und schließlich zerstreute sich die Menge unter dem Nest. Prinzesschen saß sicher auf einem Baum zum Schlafen! Aber dann um 20.30 Uhr die Meldung: Sie ist da und will auf ihren Horst!!!

Prinzesschen hatte eine ungünstige Zeit zur Eroberung gewählt, denn Jonas und Novi waren zu dieser Zeit beide am Horst. Außerdem hatte Jonas wohl nun endgültig die Nase voll von den jährlichen Vertreibungen. Prinzesschen versuchte zwar mehrmals, auf dem Horst zu landen, aber diesmal bekam sie keinen Fuß hinein.

So sah man am anderen Morgen ein etwas kampfesmüdes Prinzesschen auf einem Dach in der Nähe stehen. Aber das ständige Geklapper von Jonas und Novi sagte ihr wohl, dass es keinen Zweck haben würde, da wieder Attacke zu fliegen.

Allerdings liebte sie anscheinend Loburg, wollte auch bleiben und versuchte nun an allen Horststandorten, wo sie bereits gebrütet hatte, die Paare auseinanderzutreiben, doch überall "hieß" das Geklapper wohl: Bei uns nicht!! Es ist sicher in keinem Jahr soviel geklappert worden, denn wo immer Prinzesschen erschien, gab es "Alarm". Das hat sie dann schließlich aus Loburg vertrieben; es war aber bereits Ende Mai geworden!

Wo hatte sie sich aber niedergelassen? Die Meldung kam aus der etwa 4 km entfernten Gemeinde Rosian: Dort hatte ein Storch nach vielen Jahren in der Ortsmitte auf einem E-Mast den Nestbau versucht, und der Storchenhof hatte mit einer Horstunterlage geholfen, den angefangenen Bau sicher oberhalb der Leitung zu etablieren. Und dann hatte der Storch eine Partnerin, eine mit Sender auf dem Rücken!!!

Prinzesschen hatte eine neue Heimat gefunden und einen neuen Partner, na, hoffentlich einen Ostzieher, sonst verlagerte sich das "Problem" von Loburg nach Rosian! Die Einwohner waren aus dem Häuschen, veranstalteten ein Fest und der Storch wurde getauft: „Ritter Robian", und die beiden lebten dort glücklich bis zum Abflug ins Winterquartier.

Als es klar war, dass Prinzesschen in Loburg nicht zum Zuge kommen würde, vor allem nicht bei Jonas und Novi, wurden den beiden 3 der eigenen Eier zurückgegeben, denn 2 Junge waren bereits bei der Gans geschlüpft, und wurden nun zunächst im Storchenhof betreut. Unser Pärchen aber erlebte den Schlupf seiner 3 Jungen und hat sie liebevoll großgezogen!

Doch noch ein "Happyend", und die spannende Frage: Wo wird Prinzesschen im Jahr 2005 anlanden???

Das 13. Jahr - 2005

Der Frühling tat sich etwas schwer, aber als Prinzesschen am 25. April erwartet wurde, war das Wetter angenehm. Um 13.51 Uhr war es soweit. Prinzesschen flog den Horst an und setzte sich erst einmal. Auch ein Empfangskomitee war unter dem Horst versammelt und fotografierte eifrig. Prinzesschen wurde langsam unruhig.....wo war Robian? Die Versammlung unter dem Horst wusste es: Robian war noch nicht da - würde er überhaupt kommen? Diese Erfahrung hatte Prinzesschen noch nie gemacht: die Erste am Horst und zum Warten verurteilt!

Lange hat sie sich das nicht mit angesehen. Sie flog viel herum, und 3 Tage später meldeten die Rosianer: Sie hat die Nacht nicht auf dem Horst verbracht, auch heute ist sie nicht gesehen worden. Ist sie nun weg? Viel Hoffnung auf Rückkehr konnte man den Rosianern nicht machen, aber irgendwo in der Nähe musste sie doch sein! Michael ging mit der Antenne auf die Suche. Die Signale kamen vom Jungendbauernhof in Deetz, nur wenige Kilometer entfernt. Dort gab es einen stattlichen Horst und einen im wahrsten Sinne des Wortes allein stehenden Storch, der sich natürlich sehr freute.

Bei uns war die Freude nicht ganz so groß, denn es bestand ja die Möglichkeit, dass da auch noch eine "Gattin" unterwegs war. Dann würde es wieder einen Kampf geben; nun, darin war Prinzesschen ja erprobt! Aber die Befürchtungen waren unbegründet. Die beiden konnten das Eheleben ungestört genießen.

In Deetz hatte man sich zwar gefreut, dass der Storch eine Störchin hatte, aber der Horst steht etwas entfernt und ist sehr hoch. So wurde zunächst gar nicht bemerkt, dass es nicht irgendeine Störchin war, sondern eine Senderträgerin, nämlich Prinzesschen!

Doch nun wurde es betriebsam: Der MDR reiste an, und der Storch musste getauft werden. Er erhielt den Namen "Prinz Erik"; selbstverständlich musste ein Adelstitel her! Die Deetzer entpuppten sich überhaupt als sehr geschäftstüchtig. Reisebusse kamen und besonders die Dresdener kamen, zuerst auf den Storchenhof und dann zu Prinzesschen! Als man dann 2 Kinder sah, und auch noch Nr. 3 adoptiert worden war, war die Bewunderung besonders groß!

Den größten Hofstaat hatte das Paar allerdings beim Vereinstreffen. Die Autoschlange bewegte sich in Richtung Deetz, und auf dem Hof des Jugendbauernhofes versammelten sich ca. 30 Vereinsmitglieder und vertrieben sich die Zeit zunächst bei Kaffee und Kuchen oder Eis. Auf dem Horst stand Prinz Erik, und die Hälse der 3 Jungen reckten sich immer mehr und es wurde auch geklappert. Prinz Erik hatte aber kein Futter mehr und schaute in die Richtung, aus der er seine Gattin erwartete. Nach 2 Stunden wurde sie zur Ablösung erwartet, doch "Ihre Hoheit" ließ uns fast 3 Stunden warten!! Wir waren schon unruhig, aber Prinz Erik war wohl "stocksauer": Prinzesschen flog auf den Horst ohne Begrüßungsklappern! Er kippte sich regelrecht vom Horst und überließ Prinzesschen die hungrigen Kinder! Unsere gute Mutter aber fütterte sogleich, was für ein Bild!!! Die Fotoapparate waren in Aktion, Prinzesschen war das wohl egal. Sie schaute auf ihre Kinder, und die waren satt und zufrieden...Irgendwann sind alle davongeflogen, zuerst die Kinder, und dann haben sich Prinzesschen und Prinz Erik getrennt und für 2006 wieder am Horst verabredet.

Zu der Zeit ahnte niemand, dass sie das letzte Jahr ein Paar sein würden.

Das 14. Jahr - 2006

Frühling 2006,. Jeder wird sich noch erinnern: Dieser Frühling ließ uns warten, und dann trugen wir bis Mitte Juni die Wintersachen! Wir machten uns Sorgen: Werden die Störche pünktlich ihre Nester erreichen? Nun, Störche sind auf dem Zug, und ihrem Bruttrieb folgend, geben sie sich da schon "Mühe".

Bei Prinzesschen gab es vorerst keine Verzögerungen. Sie hatte im April Polen erreicht, doch dann hatte sie es plötzlich nicht mehr so eilig. Wir hatten gehofft, sie würde vor ihrem frühesten Ankunftstermin, dem 18.4. ankommen, aber dann am 20.4. konnte man sie wohl erwarten.

Aus Mainz war das ZDF angereist, der MDR war da, natürlich die Presse und viele Menschen, die auch unsere berühmte Störchin aus dem Film kannten, waren wieder unter dem Horst versammelt: Wer nicht kam, war Prinzesschen! Ihre Hoheit geruhte noch eine Nacht woanders zu schlafen. So musste auch das ganze Empfangskomitee unverrichteter Dinge abziehen und am anderen Tag wieder in der Hoffnung erscheinen, dass Prinzesschen kommen würde!

Prinz Erik stand auf seinem Horst und wartete auch....... auf Prinzesschen? Nun, bei Störchen sind wir da nach den gemachten Erfahrungen nicht so sicher! Hauptsache wohl, es kam nun endlich überhaupt eine Dame, denn Prinz Erik war schon eine Weile am Horst.

Gegen 16 Uhr war es dann aber sicher: Prinzesschen war im Anflug auf Deetz! Die Spannung stieg, wer sah zuerst den "Punkt", der sich dann als Prinzesschen entpuppen würde? Prinz Erik würde sich sicher riesig freuen, und Prinzesschen wurde erwartet und musste diesmal weder eine Enttäuschung erleben, noch um Horst und Partner kämpfen, was ihr jeder restlos gönnte.

Dann 16 Uhr 58: Aufgeregt klappernd empfing Prinz Erik seine Störchin - wirklich sein Prinzesschen? Die eingeflogene Dame trug keinen Sender! Was war das jetzt? Wo war nun Prinzesschen? Sie ist in der Nähe, das sagten die Senderdaten.

Prinz Erik dagegen schien restlos glücklich und zufrieden. Es war zwar nicht Prinzesschen, aber das war ihm wohl egal. Die beiden turtelten im Horst und ahnten nichts Böses, ganze 20 Minuten lang! Da flog Prinzesschen den Horst an, und dieser Überraschungsangriff gelang: Sie machte nicht viel Federlesen und zeigte, wer hier die Horstbesitzerin ist, die "Neue" war schnell vertrieben, Prinz Erik freute sich wieder, und diesmal war die Freude von Dauer!

Prinzeßchen legte 3 Eier, und einen ganzen Sommer lang gab es dort oben wieder eine glückliche Storchenfamilie mit 3 gesunden Kindern! Als die flügge waren, sah man die Familie auch manchmal, sogar noch kurz vor dem Abflug, gemeinsam auf den Wiesen.

Es war Prinzesschens letzter Sommer

14 Jahre habe ich ihr Leben begleitet. Habe gesehen, wie sie im 1. Jahr in Loburg einflog und erlebt, wie sie in jedem weiteren Jahr zu der berühmtesten Störchin Deutschlands wurde.

2006 hat sie ihre letzte Reise angetreten, sie ist nicht mehr bis zu ihrem Schlafbaum in Südafrika gekommen. Aber wir wissen, wo sie gestorben ist, "wo ihre wundervolle Reise ein Ende fand", so steht es auf der Grabplatte, unter der sie begraben wurde auf einer Farm in Südafrika.

Ende

Erika Herbst

 

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News Satellitentelemetrie

Rolando, 9. Dezember 2017

Rolando zieht noch immer im südlichen Sudan umher. Dabei unternimmt er in einem Gebiet zwischen Nyala im Norden, Gereida im Süden, Umm Sarir im Osten und Umm Qadd im Westen seine Streifzüge. Das von ihm genutzte Gebiet hat eine Gesamtfläche von 2300 km² und einen Umfang von rund 230 km.

Seit dem 6.12. zieht er im westlichen Teil umher.

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Rolando, 24.11.2017 im Sudan

Seit dem 13. November streunt Rolando noch immer durch den Süden vom Sudan. In der Region Süd-Darfur durchstreift er ein rund 200 km² großes Gebiet zwischen Nyala und Gereida.

Hier war auch bis Ende Oktober die Störchin "Lilly" aus Schleswig-Holstein, die vom NABU mit einem vom Sender versehenen wurde. Auch hielt sich hier im November/Dezember Albert in den Jahren 2010 und 2011 auf.

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Rolando, 17. November 2017

Rolando ist seit unserer letzten Meldung noch nicht weiter gezogen. Er flog lediglich am 14. November etwa 80km nach Süden, aber dort blieb er nicht. Zum Abend des 17.11. war er fast die selbe Strecke zurückgeflogen und übernachtete nur wenig entfernt von seinem Schlafplatz am 13.11.

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