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Luther hat in der Oberlausitz überwintert

Eine kleine Sensation?

Luther HN 725 Foto: Andreas Baumgärtel

Unsere letzte Meldung über Luther liegt nun schon einige Zeit zurück und da erreichte uns in den letzten Tagen eine Nachricht aus Sachsen. Es hält sich seit Oktober ein Storch in Oderwitz im Landkreis Görlitz auf, der nun auch mittels Foto abgelesen werden konnte. Der Ring beweist eindeutig, es ist Luther. 

Vermutlich plante Luther doch seinen Zug nach Afrika über die Ostroute, brach diesen dann aber Anfang Oktober ab und erkor sich den Schornstein der alten Färberei in Oderwitz als Überwinterungsort aus. Zunächst nahmen die Anwohner an, es handle sich um einen der Brutstörche, der dageblieben ist, bis der Ring abgelesen werden konnte. 

Frau Titzler, Erzieherin in der Kindertagesstätte "Knirpsenland" schaut immer wieder mit den Kindern nach dem Rechten und machte auch die Sächsische Zeitung auf den Wintergast aufmerksam. Es erschien ein erster Artikel der Zittauer Lokalausgabe über den  Oderwitzer Dauergast. Auch über die Treue nach dem Sturm Friederike wurde berichtet Storch hält die Stellung. Das ganze Dorf nahm Anteil und beratschlagte sich bereits, was im Notfall zu tun wäre. Frau Titzler meinte uns gegenüber auch, dass das wirklich beeindruckend sei. In einer Oderwitzer Facebook-Gruppe erkundigt man sich immer wieder: Wie geht es denn unserem Storch? 
Sie erzählte auch, dass es den Storchenhorst erst seit drei Jahren dort gibt und es erst seit zwei Jahren Bruterfolg mit jeweils zwei Jungen zu verzeichnen ist. 
Spannend wird nun, wie sich Luther weiter verhält, wenn seine Artgenossen aus dem Süden zurückfliegen. 

Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

 

Luther auf Schornstein der alten Färberei am 10.01.2018 Foto: Heiko Hallmann

Die Silvesternacht verbrachte Luther auf diesem Schornstein und stand beinahe zwei Tage dort oben.

Bericht von "Sachsenstorch.de"

sachsenstorch.de berichtet ebenfalls zu Luther. 

Pressereaktionen

Mitteldeutsche Zeitung
Luther-Storch überwintert in Oderwitz

Sächsische Zeitung
Wenn der Storch ein Star ist

Der NABU Sachsen schreibt:
„Luther“ aus Sachsen-Anhalt überwintert in Sachsen
Storch „Luther“ wurde Anfang März 2016 in den Dabruner Weinbergen gefunden, angeschossen und flugunfähig. Im Storchenhof Loburg erlernte er nach erfolgreicher Operation das Fliegen neu, die Pflege währte ein Jahr, bis zu seiner Auswilderung Ende März 2017. An seinem ursprünglichen Nistplatz in Dabrun – Zum Weinberg begann er eine Brut und flog dort am 5. September 2017 ab. Vermutlich plante er seinen Zug über die Ostroute. Er brach diesen jedoch Anfang Oktober in der Oberlausitz ab und fand sich als Überwinterer regelmäßig auf dem Schornstein der alten Färberei in Oderwitz, Landkreis Görlitz, ein. Dank seines Ringes konnte Storch „Luther“ eindeutig identifiziert werden. Vielleicht kehrt er im Frühjahr 2018 an seinen ursprünglichen Nistplatz in Sachsen-Anhalt zurück.

 

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