In unseren vom Besucherverkehr versteckten Volieren haben wir Eulen und andere scheue Vögel untergebracht, die auf dem besten Weg sind, ausgewildert zu werden.
Dort sitzen momentan auch zwei junge Rotmilane. Ausnahmsweise sitzen sie hier auf dem einen Foto mal auf einem Ast. Rotmilane haben leider oder vielleicht auch glücklicherweise die Angewohnheit, sich totzustellen, wenn jemand kommt. Also haben wir oft das Thema, dass ein Rotmilan scheinbar tot im Gehege liegt, weil er uns hat kommen sehen. Es geht ihm aber in den allermeisten Fällen gut, denn er stellt sich nur tot. Wir könnten ja feindlich gesinnt sein und ihn fressen wollen.
Auch dieser Kandidat, ein dritter junger Rotmilan, der am Wochenende zu uns gebracht worden ist, ist lebendig. Er ist jedoch etwas abgemagert. Auch er stellt sich gerade mit sehr viel Hingabe tot, damit ihn keiner auffrisst. Er wird wahrscheinlich bald zu den beiden anderen Rotmilanen in die geschützte Voliere im hinteren Bereich umgesetzt werden. Vorher soll er erst einmal die Zeit nutzen und zunehmen. Ohne Futterkonkurrenz gelingt die Gewichtszunahme am besten.
Ganz anders ist es bei diesem Mäusebussard. Der wird zur Fütterung sogar richtig aktiv und scheint mit den anderen Mäusebussarden in der Gegend zu kommunizieren, dass er jetzt was zu essen bekommt. Auch er ist für die Öffentlichkeit nicht sichtbar untergebracht und soll sich auf seine Freilassung vorbereiten.
Unser junger Mäusebussard mit Flügelbruch G769 wird immer mobiler und kann trotz verbundenem Flügel sogar schon auf die kleine Plattform hüpfen. Wir haben aber extra vor den Gehegen keinen Rasen gemäht. Wir versuchen wenigstens ein wenig natürliche Vegetation zu behalten, damit er sich dahinter zusätzlich noch tarnen kann.
Der Mäusebussard, der am 10. Juni zu uns kam, hat einen Oberarmbruch, der aber eigentlich gut verheilen sollte. Der Vogel ist etwas heimlich und versteckt sich lieber. Die Möglichkeit bieten wir ihm auch mit einem Sichtschutz aus Ästen.