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Neuzugänge: 2 Storchenküken, noch im Ei

die zwei Eier aus dem Grubnitzer Gelege

Die ersten beiden Storcheneier sind auf dem Storchenhof angekommen. Sie stammen aus Grubnitz im Kreis Leipzig und sind Halbweisen geworden, weil ein Nachbarschaftsstreit eskaliert ist. Ein Storchenpaar hatte zu nah am Nest eines anderen Paares zu brüten begonnen, was zu Revierkämpfen geführt hat. Der Verlierer der Auseinandersetzung hatte eine Verletzung am Flügel erlitten und konnte damit nicht mehr fliegen. Leider war dieses Mal der Fuchs schneller als helfende Hände. Der Vater unserer beiden Storcheneier wurde am nächsten Morgen tot auf einer Wiese gefunden, mit eindeutigen Fuchsspuren. Zum Glück konnte wenigstens das Gelege gerettet werden.

Nachdem das Nest einen Tag beobachtet wurde, ob der tote Storch auch wirklich dorthin gehörte und die Störchin in der ganzen Zeit nicht abgelöst wurde, war klar, hier muss eingegriffen werden. Ungefähr fünf Minuten, nachdem die Störchin entschieden hatte, die Brut aufzugeben, traf ein Storchenretter ein und konnte die Eier bergen. Sie liegen jetzt sicher und gemütlich in unserer Brutmaschine.

Da das Gelege noch nicht vollständig war, sind die Eier auch wahrscheinlich noch kaum bebrütet worden. Mit Schlüpflingen aus Grubnitz ist also wahrscheinlich erst in circa 30 Tagen zu rechnen. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie groß der Abstand zwischen Storchennestern sein muss.

In einigen Regionen in Hessen brüten teilweise mehrere Storchenpaare in einem Baum, während in anderen Gebieten die Nester nicht einmal Sichtweite zueinander haben dürfen. Großen Einfluss hat in jedem Fall das Nahrungsangebot, bei zu wenig Futter werden neue Siedler eher vertreiben. Die Eier werden übrigens nicht nur in der Brutmaschine ausgebrütet werden, sondern werden wahrscheinlich auch noch andere, tierische Hilfe bekommen. Zwar haben wir keine Storchenpute Erna mehr, welche eigentlich eine blaue deutsche Pute war, aber die Kupferpute Gloria hat ihren Platz eingenommen und macht ihre Sache als "Putmaschine" sehr gut.

Wir haben von dem zuständigen Weißstorchbetreuer Uwe Seidel eine detaillierte Beschreibung der Vorgänge erhalten, die wir hier veröffentlichen dürfen.

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