Führungen finden halbstündlich statt, sowohl für Einzelpersonen, Paare, Familien als auch für größere Gruppen ab 15 Personen. Bei Letzteren bitten wir für die bessere Planbarkeit unserer Kräfte um vorherige Absprache.
Von kleinen Eulen, Turmfalken und anderen Greifvögeln
29.06.2026
Wir waren so froh, dass unsere Eulen so gut gewachsen und jetzt auf dem besten Weg in die Auswilderung sind. Und dann kam dieses kleine Tierchen. Das ist eine junge, sehr junge Waldohreule, die jetzt natürlich wieder mit der Pinzette gefüttert wird.
Die Waldohreule Sissy und die Schleiereule (wir berichteten) fressen mittlerweile selbstständig.
Nein, das Bild ist nicht einfach gespiegelt. Das sind unsere vier jüngsten Turmfalken. Leider hat es am letzten Juni-Wochenende aufgrund der extremen Hitze auch extrem viele "Hitzespringer" gegeben. Das sind zum Beispiel Turmfalken, die aufgrund der extremen Hitze versuchen, sich aus dem Nest zu hängen und sich abzukühlen und dann abstürzen oder aus reiner Verzweiflung sogar wirklich aus dem Nest springen. Hier haben wir die vier kleinsten. Und wie man auf den nächsten Bildern sieht, sind das nicht die einzigen Turmfalten, die momentan bei uns in Pflege sind.
Da wir keine Schwalben und keine Mauersegler aufnehmen, können wir uns nur vorstellen, wie es Auffangstationen gerade gehen muss, die dieses tun. Denn Schwalben und Mauersegler leiden ebenso unter der Hitze und da gibt es ebenso Hitzespringer. Da drücken wir den Auffangstationen, die sich um solche kleinen Vögel kümmern, die Daumen und wünschen Ihnen ganz besonders viel Kraft.
22 Turmfalken
Auf den gezeigten Fotos ist kein Turmfalke doppelt drauf. Wir sind mittlerweile bei 22 jungen Turmfalken in unserer Pflege, die wir versorgen und hoffentlich wieder auswildern können. So viele haben wir in den letzten Jahren noch nicht gehabt.
22.06.2026
Ein praktischer Zufall für Waldeureule Sissy ist der, dass auf der hinteren Schafwiese auf dem Storchenhofgelände wildlebende Waldeureulenküken beobachtet und vor allem gehört wurden, sodass wir Sissy vielleicht zu einer Gruppe anderer junger Waldeureulen in die Freiheit entlassen können. So hat sie gleich Anschluss.
Auch unsere jungen Turmfalken werden immer selbstständiger. Die meisten beginnen schon mit ihren ersten Flugübungen, hüpfen auf kleinere Podeste und einige sitzen sogar schon in den eigens dafür aufgehängten Ästen und gucken sich die Welt von oben an. Wir hoffen sehr, dass sie alle soweit gedeihen, dass wir sie dann bald in der Wildflugmethode wieder in die Freiheit lassen können.
Sobald wir sicher sind, dass dieser etwas ältere Turmfalke auf dem rechten Foto vernünftig Futter aufnimmt, können wir ihn zu den jungen Turmfalken dazusetzen Vielleicht kann er sich dann ein wenig um sie kümmern. Das bedeutet, dass sich die Heranwachsenden ein wenig von ihm abschauen, beispielsweise wie man jagt und wie man sich selbst versorgt. Wir werden dann wahrscheinlich mit den jungen Turmfalken zusammen in die Freiheit setzen.
Unser junger Mäusebussard mit Flügelbruch G769 wird immer mobiler und kann trotz verbundenem Flügel sogar schon auf die kleine Plattform hüpfen. Wir haben aber extra vor den Gehegen keinen Rasen gemäht. Wir versuchen wenigstens ein wenig natürliche Vegetation zu behalten, damit er sich dahinter zusätzlich noch tarnen kann.
15.06.2026
Der Mäusebussard, der am 10. Juni zu uns kam, hat einen Oberarmbruch, der aber eigentlich gut verheilen sollte. Der Vogel ist etwas heimlich und versteckt sich lieber. Die Möglichkeit bieten wir ihm auch mit einem Sichtschutz aus Ästen.
Dann sind bei uns vier Turmfalken in Pflege. Wir rechnen allerdings damit, dass es noch deutlich mehr werden. Die Turmfalkensaison hat ja gerade erst angefangen.
Die Vier fressen aber alle schon sehr schön, vor allem der kleinste ist da ganz wild drauf. Der kleinste ist aus Zabakuck und wurde uns direkt von unserer FöJlerin übergeben. So hatte er das große Glück, dass gleich Hilfe vor Ort war.
Inzwischen haben wir zwei Eulen. Eine junge Waldeureule und die junge Schleiereule. Da sind wir jetzt sehr stolz drauf, dass die mittlerweile so gut alleine fressen, dass sie in die geschützte Eulenauswilderungsvoliere ziehen konnte. Sie kriegen also noch einmal am Tag ihre Mäuse, und das war's dann. Wir mussten sie ja lange mit Pinzetten füttern, aber jetzt kommen die beiden schon sehr gut zurecht. Auf dem Foto ist gerade nur die Waldohreule zu sehen. Wahrscheinlich hat sich die Schleiereule in einen der Eulenkästen verzogen.
01.06.2026 junge Schleiereule
01.06.2026
Mahlzeit!
Gestern, pünktlich zum "Feierabend" wurde uns diese kleine Schleiereule gebracht, die aus ihrem Nest (wahrscheinlich) im Drewitzer Kirchturm (Jerichower Land) gefallen ist.
Äußerlich ist sie unverletzt, hatte allerdings mit einem starken Parasitenbefall und Durchfall zu kämpfen.
Dass sie einen sehr guten Appetit hat, macht uns Mut, aber noch ist die kleine nicht über den Berg.