Satelitentelemetrie Köckter Jungstörche 2019

Mose am 26. Dezember 2019

Mose lebt

Mose jetzt im Osten von Äthiopien

Nach langer Zeit kamen endlich wieder Informationen von Moses Sender. Leider ist es uns wegen technischer Probleme mit der Datenbank derzeit nicht möglich Einzelwerte abzurufen.

Aber die integrierte Landkarte dort zeigt es ganz deutlich. Mose ist am leben und hat mittlerweile den Sudan verlassen.

Der Karte nach ist Mose rund 1000 km weiter im Südosten von Afrika als seit dem letzten Datenpunkt vom 1. November.

Am 25. Dezember war Mose im Osten von Äthiopien, nahe der Stadt Jijiga. Das liegt 60 Kilometer entfernt von der Grenze zu Nordsomalia. Der Grund für die weite Wanderung von Mose liegt daran, dass er einem guten Nahrungsangebot folgt, den Heuschrecken.

Dazu haben wir weiter unten einige Informationen zusammengetragen.

 

25.12.

Bereits seit September beobachten wir, dass die Homepage der FAO (Food and Agriculture Organization oft he United Nations) genau immer für diese Gebiete warnt. 

Die FAO beobachtet und beschreibt die Wanderungen und erstellt Prognosen.  Die Lebensmittelbehörde der Vereinten Nationen beschreibt die gegenwärtige Situation in Somalia als die schlimmste Heuschreckeninvasion seit 25  Jahren.  Ein durchschnittlicher Schwarm würde Ernten zerstören, die 2.500 Menschen ein Jahr lang ernähren könnten, so die FAO. Auch in Äthiopien ist die Situation kritisch, wie die FAO schreibt. Im Dezember fand die 41.Sitzung des FAO Desert Locust Control Committee in Addis Abeba statt. Dort ging es vor allem darum, wie die Vermehrung und die Wanderungen der gefräßigen Wüstenheuschrecken gestoppt und künftig verhindert werden können. 
Wenn man die Beschreibungen liest und die Bilder sieht, ist es nur verständlich, wenn man versucht, diese Insekten mit entsprechenden Giften zu vernichten.Konflikte und Chaos in weiten Teilen Somalias machen das Versprühen von Pestiziden mit dem Flugzeug - was die FAO als „ideale Kontrollmaßnahme“ bezeichnete - unmöglich, hieß es in einer Erklärung der Agentur. "Die Auswirkungen unserer Maßnahmen werden kurzfristig sehr begrenzt sein."

Für die Weißstörche und andere Vögel oder Tiere, denen die Heuschrecken als Nahrung dienen können, wäre  könnte das jedoch tödliche Folgen haben. Aber möglicherweise kommen in diesem Jahr aber Mose und die anderen Weißstörche aus politischen Gründen glimpflich davon, wobei allerdings die Bevölkerung später wieder Not leiden wird.

Nun hat es sich unter den Störchen wohl „herumgesprochen", dass die Populationen der Wüstenheuschrecke in Äthiopien und in Sambia  aktuell massiv ansteigt.  Dass Störche und auch Greifvögel die Heuschrecken gern aufnehmen, zeigt dieses Video aus dem Jahr 2013 aus Israel.  Mose und seine Artgenossen scheinen immer den Wanderungen der Wüstenheuschrecke zu folgen.

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