Satelitentelemetrie Magnus

Die Reise von Magnus 2017/2018

Herbstzug

Am 17. August 2017 um 07 Uhr war Magnus zuletzt auf seinem Horst in Loburg.

Bis gegen 08 Uhr nahm er noch Futter zu sich, um dann seinen Herbstzug in Richtung Spanien zu beginnen.

Seine erste Tagesstrecke endete schon nach 73 km bei Alsleben (Saale) und Magnus flog erst am übernächsten Tag weiter bis in die Nähe von Leuna. Bis zum 21.8. ging es Magnus gemütlich an mit Tagesstrecken um die 65 km. Erst am 22. August machte er unterstützt durch einen aus Nord wehenden Wind ordentlich Stecke und erreichte abends nach über 300 km Frankreich bei Eberbach-Seltz.

In den folgenden Tagen folgte er der Rheinniederung auf der französischen Seite. Nahe von Burnhaupt-le-Bas übernachtete er am 23. August. Magnus erreichte Bourg-en-Bresse  im Osten Frankreichs am 26. August, Jonas war hier am 30. August. Bis  Montpellier zog Magnus fast identisch mit Jonas auf derselben Route.Bei Béziers wählte Magnus jedoch eine etwa 20 km westlicher gelegene Route. Dieser folgte er bis Ille-sur-Têt am Fuße der Pyrenäen im Süden Frankreichs. 

Dann schlug Magnus einen Kurs nach Südwesten ein und überflog bei Vilallobent die Grenze zu Spanien. Nahe Queixans änderte er die Zugrichtung und wählte einen südlichen Kurs und überflog den 2200 m hohen Gebirgszug Serra de Moixeró, der ein Teil der Vorpyrenäen, ist. Anschließend folgte Magnus dem Segre bis Sant Ponç in der Provinz Lleida, bog westlich nach Solsona ab und zog wieder südlich weiter.

Bei Guissona im Nordosten Kataloniens kreuzte sein Weg wieder den von Jonas, der hier 4 Tage später eintraf.

Am 8. September rastete Magnus südlich Córdoba in Andalusien ebenfalls auf den Flächen eines Unternehmens der Abfallbewirtschaftung. Hier war er gemeinsam mit Jonas auf Nahrungssuche, denn Jonas traf hier schon am 7. September ein. Am 11. September brachen dann beide wieder auf und flogen tatsächlich gemeinsam weiter nach Süden in  einem  Abstand von ca. 650m. Das ergeben z.B. die Koordinaten vom 11.9. um 10:30 Uhr. So erreichten beide gemeinsam gegen 12:00 bei Sevilla eine weitere Mülldeponie. Damit hat Magnus sein zeitweise sein Winterdomizil erreicht, während Jonas etwa 20 km weiter südwestlich im Schwemmland des Flusses Guadalquivir sein Winterziel hatte. Aber auch Magnus suchte für längere Zeit das Schwemmland auf und pendelte zwischen Deponie und dem Guadalquivir.

Am 4. Dezember verließ Magnus diese Landschaft und bewegte sich nach Norden. Das war jedoch nicht der Start seines Rückfluges, denn er flog bis nach Madrid und rastete dann bis zum 10 Februar abermals auf einer großen Deponie mit Bau- und Abbruchabfällen.

Frühjahrszug

Am 11 Februar 2018 brach Magnus wieder auf und begann seinen Rückflug Richtung Deutschland. Und das gleich mit einem sehr langen Flug über 370 km bis nach Miralsot.

Fontclara am Mittelmeer erreichte Magnus am folgenden Tag nach weiteren 230 km. Auf dem Rückzug umflog Magnus die Pyrenäen östlich entlang der Mittelmeerküste und suchte sich abends am 13.2. schon in Frankreich bei Montels Region Okzitanien einen Schlafplatz. Hier kam er übrigens schon auf seinem Herbstzug durch. Bei La Sauvagine, östlich von Montpellier, beendete Magnus am 14. Februar die Tagesetappe. Nach einem Tag Ruhepause flog Magnus wieder am 16. Februar weiter nach Norden, aber nur ca. 80km bis Pierrelatte südlich von Lyon. Wieder folgte ein Tag der Ruhe, wahrscheinlich witterungsbedingt. Denn es herrschten nördliche Winde und niedrige Temperaturen. In den tagen der schlechten Zugbedingungen pendelte Magnus zwischen  Pierrelatte und dem 85 km nördlich gelegenen Bourg-Saint-Andéol umher. Hier wartete Magnus auch den Wintereinbruch ab und zog erst am 2. März wieder weiter, allerdings nur bis nördlich von Lyon. Ebenfalls wie Jonas kostete dieses Wetter Magnus 13 Tage. Erst am 3. März konnte Magnus wieder Strecke machen und sah sich nach 225 km bei der Gemeinde Lure nach einem Rastplatz um. Am 4.3. nahm er seinen Heimflug wieder auf und kam an diesem Tag bis an die französisch-deutsche Grenze. Diese überquerte Magnus kurz nach 10 Uhr am 5.3. und setzte seine Reise in Deutschland entlang des Rheins bis östlich von Dornheim im südhessischen Kreis Groß-Gerau fort. Hier suchte er nahe eines Baggersees nach Nahrung und schlief dort. Sein weiterer Zugweg verlief jetzt westlicher als sein Herbstzug. Nach 135 km erreichte er Löhlbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg am Abend des 6. März. Am vorletzten Tag seines Heimfluges war Magnus noch einmal 240 km unterwegs, westlich vorbei am Harz bis nach Lehre im Landkreis Helmstedt. Hier schwenkte Magnus dann nach Osten und beendete den Tag schließlich in Magdeburg, am Ufer der Elbe.  

Die noch fehlenden 32 km bis nach Loburg waren dann nur noch ein „Spazierflug“. 

Um 10 Uhr am 8. März 2018 war Magnus dann wieder zurück auf seinem Horst, dem Wiesenhorst vom Storchenhof Loburg.

Herbst- und Frühjahrszug 2017/2018 auf Google-Maps

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(Alle angegebenen Zeiten sind Weltzeit UTC; (MEZ=UTC+1h), (MESZ=UTC+2h) )

Nachsatz

Als Grundlage seiner Reisebeschreibung nutzten wir die Daten, die wir alle 5 Minuten am Abflugtag erhielten und danach nur noch seinen Standort um 18Uhr UTC

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