Satelitentelemetrie Magnus

Magnus und Agatha

Magnus ist am 25. Februar auf dem Storchenhof eingeflogen

Magnus ist zurückgekehrt. Am 25. Februar 2014 flog er gegen 15:30 Uhr auf seinen Horst auf dem Storchenhof ein.

Er ist bei bester Gesundheit. Sein Datenlogger hat uns verraten, dass er ebenfalls wie Jonas nach Südspanien geflogen war, zum Golf von Cádiz. Seinen Rückweg hat er am 13. Februar angetreten. Die letzte Nacht verbrachte er noch am Ortsrand von Göttingen.

Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg e.V. • Storch im Gras Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg • Pflege, Aufzucht und Auswilderung von Weißstörchen Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg • Forschung und Satellitentelemetrie Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg • Satellitentelemetrie: Besenderung von Störchen Der Storchenhof Loburg setzt sich aktiv für den Erhalt der Lebensräume von Störchen ein. Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg • FÖJ, FBD

Agatha ist wieder an der Seite von Magnus

Mit großer Freude konnte am Montagmorgen Agatha im Nest von Magnus erblickt werden. Sie ist heute früh auf dem Storchenhof eingetroffen. Jetzt ist bereits das zweite Storchenpaar in Loburg - neben Jonas und Novi - wieder komplett.

Agatha hat den Winter in Spanien verbracht. Am 21.2. startete sie ihren Rückflug. Nach 18 Tagen ist sie kerngesund daheim angekommen. In der letzten Nacht hat sich Agatha noch in Elbenau bei Schönebeck ausgeruht. Ihr Datenlogger hat uns verraten, dass sie die letzten 24 Kilometer heute früh, zwischen 6:25 Uhr und 7:05 Uhr, zurücklegte. Magnus und Agatha sind sehr glücklich miteinander und genießen das Beisammensein an diesem angenehmen Frühlingstag.

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Herbst- und Frühjahrszug von Magnus

Herbst- und Frühjahrszug von Magnus

Am 11. August 2013 war Magnus morgens noch auf seinem Horst, die Nacht verbrachte er nur 44 km weiter südöstlich am Krummer See in der Nähe von Wittenberg.

Hier änderte er dann am folgenden Tag seine Zugrichtung und flog knappe 40 km nach Südwesten bis zu den Cösitzer Teichen bei Radegast. Hier blieb er noch 2 Tage, bevor er am 15.8. sein Zug nach Spanien fortsetzte. Aber auch jetzt waren es nur etwa 50 Tagesstrecke. Über Erfurt und Meiningen ging es am 16.8. dann erstmals über eine längere Tagesstrecke von 180 km nach Wartmannsroth in Unterfranken.

Vorbei an Heilbronn, Leonberg und Rottweil zog Magnus bis zum 18.8. bis nach Bad Dürrheim in Baden – Württemberg. Am 19.8. flog Magnus nur 10 km weiter bis Donaueschingen.

Am 20. August folgte dann ein Riesensatz über 430 km in einem leichten Bogen um die Schweiz herum bis nach Valence in Frankreich. Auch am 21. hatte Magnus es noch eilig, er zog rund 235 km weit bis nach Montels, nördlich von Narbonne. Von hier aus zog er südlicher weiter entlang des Golfe du Lion nach Spanien hinein. Hier machte er bei Vilaüt einen Tag Rast. Am Morgen des 24.8. zog Magnus dann in westsüdwestlich Richtung und erreichte am 26.8 Torres de Segre. Bis Osera de Ebro, einem Dorf in der Region von Zaragoza am Ufer des Flusses Ebro flog er am 27.2., weiter ging es am 28. Nach Südwesten über eine Tagesetappe von 280 km bis nach Rivas-Vaciamadrid. Weitere 290 km führten Magnus am 29.8. noch etwas südlicher bis in die Nähe von Córdoba. Zu seinen südlichsten Punkt der Reise gelangte Magnus am 31. August bei Pedroso in der Provinz Sevilla , rund 69 Kilometer von der Provinzhauptstadt Sevilla entfernt.

Damit hat er sein Winterrastgebiet nach 20 Tagen erreicht.

Zwei Hauptüberwinterungsgebiete lassen sich anhand seiner Daten in Spanien erkennen. Zum einen ist es das Gebiet um Poblado de Alfonso XIII in Sevilla, in dem er zwischen dem 1. September und dem 26. November im Bereich des Guadalquivir umherstreifte.

Zum Anderen hielt er sich verstärkt im Osten von Madrid im Lagunenbereich des Rio Jamara. Hier verbrachte er gut 5 Wochen.

Am 12. Februar 2014 begann Magnus seinen Rückflug nach Deutschland, der ihn auf einem teilweise westlicher verlaufenden Zugweg zurück nach Deutschland führte.

Sein Rückflug ist deshalb kürzer als der Herbstzug, weil Magnus ihn rund 450 km weiter nördlich begann, als sein Herbstzug endete.

Direkt von seinem letzten Rastgebiet östlich von Madrid am Rio Jamara flog Magnus entlang seiner bereits auf dem Herbstzug genutzten Route nun nach Nordosten, am 13. Februar rastete er am Rio Ebro südlich von Villafranca de Ebro. Hier blieb er bis zum 14.2. am Fluss, an dem er auch schon auf seinem Herbstzug am 17.8. übernachtete. Am 15.2. flog Magnus eine Strecke von über 310 km und gelangte abends bei Empuriabrava an den Golf von Roses an das Mittelmeer. Weitere 200 km brachten ihn am folgenden Tag nach Frankreich, bis nach Montpellier. Entlang der Rhone zog Magnus am 17.2. bis nach Châteauneuf-de-Galaure, das er nach gut 200 km erreichte. Am folgenden Tag flog Magnus in etwas nördlichere Richtung eine kürzere Strecke bis nach Bourg-en-Bresse im Osten Frankreichs. Mit einer leichten Kursänderung nach Nordosten begann er seinen nächsten Tagesflug über 200 km vorbei an Besançon bis nach Luxeuil-les-Bains im französischen Departement Haute-Saône. Am 20.2. gelangte er bei Gersheim wieder nach Deutschland, er flog an diesem Tag noch weiter bis nach Bierbach an der Blies. Hier rastete er 2 Tage und zog erst am 23. Februar, jetzt noch mehr östlicher, 120 km in Richtung Main. Vorbei an Bad Hersfeld, Gießen und Kassel führte in sein Weg am 24.2. bis nach Göttingen. Am 24.2. gelangte er bis nach Rosdorf in Niedersachsen. Hier übernachtete er ein letztes Mal auf seiner Rückreise. Sein letzter Zugtag begann um 9 Uhr führte ihn zunächst bis Ebergötzen, später zwischen Braunlage und Sorge über den Harz und kurz darauf erreichte er Sachsen-Anhalt. Südlich von Blankenburg flog Magnus weiter über Kroppenstedt, Wanzleben. Bei Hohenwarthe überquerte er die Elbe und flog danach über Stegelitz direkt nach Loburg, wo er am 25.2 Februar um 14:43 Uhr laut seinem Sender auf dem Wiesenhorst landete. 13 Tage nach seinem Abflug in Spanien war er wieder zu Hause zurück.

Bei der Analyse der Zugroute von Magnus ist aufgefallen, dass er währens des Zuges gerne „Strommasten" als Übernachtungplätze nutzt.

Während seines 13-tägigen Herbstzuges nach Spanien waren es drei, am 15.8, 21.8. und 24.8. Auf seinem Frühjahrszug suchte er sogar insgesamt 6 mal einen Hochspannungsmast. Am 17.2., 18.2., 19.2., 21.2., 22.2. und 23.2. Damit waren seine Schlafplätze auf dem Heimflug zu 50% auf diesen Masten.

Es lohnt sich, die nachfolgende Google-Earth Zugkarte mal genauer zu betrachten. Beim Hineinzoomen lassen sich so schöne Details seines Zuges und vor allem seines Aufenthaltes im Winterquartier erkennen. Die Plantagen, Felder und Gewächshäuser sind deutlich sichtbar.

Zugkarte von Magnus auf Googl-Earth

Darstellungsfarbe Herbstzug bis zum 31.08.2013. hellbraun

Darstellungsfarbe Winteraufenthalt 1.9. bis 10.2.: weiß

Darstellungsfarbe Rückzug (ab 12.2.2014): hellgrün

Aus den insgesamt 8658 Datenpunkten haben wir jeweils die 20 Uhr Koordinaten eines jeden Tages für die Erstellung der Zugkarte benutzt. So haben wir immer seinen Schlafplatz für die Streckenführung herangezogen.

 

Hier noch einige Eckdaten seines gesamten Zuges:

Länge der betrachteten Streke 8658 km  
Anzahl der Trackpoints 8950  
Maximale Flughöhe 2840  
Hinflug 3357 km 20 Tage bis 31.08
Rückflug 2109 km 13 Tage ab 11.02
In Spanien (Rastzeit) 3189 km in 163 Tagen

 

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