Mose

Mose am 06.06.2020

Mose hat Afrika verlassen

 

Den April hat Mose in Kenia östlich vom Turkana-See verbracht. Doch dann war plötzlich die Verbindung zum Sender unterbrochen. Dieser sendete letztmalig Daten am 1. Mai aus dem Gebiet, das Mose seit Anfang April durchstreifte. Zu dieser Zeit waren hier große Schwärme von Wanderheuschrecken, also fast ein Schlaraffenland, wenn da nicht die Bekämpfung der Schwärme u.a. mit Gift wäre.

Die Bekämpfung der riesigen Schwärme, die ganze Landstriche vernichten können, ist aber für die Sicherstellung der Ernährung von Millionen Menschen erforderlich. Auf der anderen Seite kann der Gifteinsatz auch für die Störche gefährlich werden, wenn sie zu viele vergiftete Wanderheuschrecken fressen. Da wir über mehrere Wochen keinerlei Daten von Moses Sender erhielten, befürchteten wir, dass Mose etwas zugestoßen sein könnte.

Doch dann meldete sich der Sender wieder am 22. Mai. Aber die Positionsmeldungen stammten nicht mehr aus Kenia, sondern 3300 km entfernt aus Syrien, nahe Damaskus.

Zwischenwerte gibt es nicht und so stellte sich die Frage, was war geschehen?

War der Sender ohne Mose unterwegs? Das würde bedeuten, dass ein Mensch den Sender vielleicht gefunden hat und auf dem Weg zum Mittelmeer war. Also warteten wir noch einige Tage ab, um zu sehen, ob weitere Positionsmeldungen folgen würden und wie diese zu bewerten wären. Erst am 31. Mai konnten wir wieder Daten empfangen. Diese kamen aus einer 220 km weiter nordöstlicheren Gegend.. Jedoch war das empfangene Bewegungsmuster der Koordinaten nicht typisch für menschliche Aktivitäten.

Das konnte nur bedeuten, es muss MOSE sein, der sich dort über die Felder bewegt.

Die Informationen des Senders in den folgenden Tagen waren dann noch deutlicher, obwohl er zurzeit nur wenige Datenpunkte ohne Beschleunigungs- und Höhenwerte speichert.

Seit dem 31. Mai bewegt sich Mose im Norden Syriens im Gouvernement Hama zwischen den Orten Ltamenah im Osten, Kafr Nabudah im Norden, Al-Rawda im Westen sowie Kafr Hud im Süden. Hier fließt auch der Fluss Orontes (Nahr al-Asi) zu dem Mose immer mal wieder hinfliegt.

Am 6. Juni kamen Moses Positionsmeldungen von Feldern östlich von Al-Rawda. 

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