Satelitentelemetrie Rocco

Rocco

Auf Roccos Rückkehr werden wir wohl vergeblich warten. Die letzten Ortungen lassen nichts Gutes vermuten.

Seit Mitte April 2013 sind die Koordinaten von Rocco immer exakt dieselben. Anfangs haben wir noch gehofft, es könne ein technischer Fehler sein, aber diese Möglichkeit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Die Messdaten stimmen tagtäglich bis auf die vierte Stelle hinter dem Komma überein und der Sender übermittelt auch weiterhin kontinuierlich seine Daten. Daher gehen wir nunmehr davon aus, dass Rocco nicht mehr am Leben ist.

Was genau geschehen ist, wissen wir nicht, und ob wir es je erfahren werden, lässt sich nicht sagen. Wir haben aber über einen Suchaufruf an im Sudan befindliche Organisationen um Mithilfe gebeten. Das geschieht auch in Zusammenarbeit mit den am Projekt Storchenzug beteiligten Wissenschaftlern aus Deutschland und Israel.

Die genaue Position von Rocco ist bekannt und der Sender arbeitet noch. Hinderlich ist hingegen, dass sich dieser Ort abseits von besiedelten Gegenden am Südrand eines Gesteinsplateaus befindet. Rocco kam bis in den Sudan, etwa 76 km nordwestlich der Ortschaft Barber.

 

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Am 25. Juli 2012 war Rocco in der Ukraine zu seinem zweiten Flug in den Süden aufgebrochen, am 9. August war er über Istanbul. Bereits am 18.8. hatte er den Golf von Suez überquert und zog dann in den Tschad. Dort blieb Rocco bis Ende Oktober. Sein nächstes Ziel lag dann 1500 km weiter östlich im Süd-Sudan. Von hier aus zog er dann ab Anfang Dezember über Äthiopien und Kenia in sein Winterquartier nach Tansania, das er am 10. Dezember erreichte.

Am 5. März 2013 begann Rocco dann wieder seinen Weg nach Norden, den er am 19.3. aber unterbrach. Drei Wochen hielt er sich danach im Süd-Sudan nahe der Grenze zu Äthiopien im Bundesstaat Upper Nil auf, ehe er seinen Weg nach Norden fortsetzte.

Entlang des Nils und vorbei an Karthum flog Rocco bis in die große Nilschleife, in der sich auch die Bayuda Wüste befindet. Hier liegt auch das Bayuda Vulkanfeld, zu dessen weiteren Ausläufern auch das Gesteinsplateau gehört an dessen Südrand nun Rocco seine Rückzug nicht fortsetzen kann.

Rocco ist während seines Zuges vom 25.7.2012 bis 17. April 2013 über 20.000 km gezogen und hat bis dahin alle Gefahren gemeistert.

Rocco wurde nicht einmal 2 Jahre alt.

Route für Rocco mit Google Earth

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