Der Weißstorch

 

Der Weißstorch gehört zur  Familie Ciconiidae (Störche) mit weltweit 17 Arten. Er bildet zwei Unterarten, in Europa handelt es sich um Ciconia ciconia.

Der Stelzvogel ist ein Langstreckenpendler zwischen seinem Winterquartier in Afrika und den Brutgebieten in Europa. Die enorme Strecke von bis zu 12.000 km legt der Weißstorch vorwiegend im Segelflug zurück. Störche aus Westeuropa ziehen über Spanien und die Straße von Gibraltar, Oststörche fliegen über den Bosporus und Israel nach Afrika.

 
 

      Größe eines erwachsenen Weißstorches

  •       Flügelspannweite bis zu 2 m

  •       Gewicht zwischen 3,5 und 4 kg

  •       stehend ca. 80 - 100 cm hoch

  •       Schnabel: männlich ca. 19 cm, weiblich 15  -         17 cm

  •       max. Alter ca. 30 Jahre

 

 

Merkmale

Ihr Gefieder ist weiß, nur die Schwungfedern und Teile der Oberflügeldecken sind schwarz, Schnabel und Beine sind rot.

Männchen und Weibchen sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden, auch ihr Alter ist nicht erkennbar. Die Jungvögel haben im Gegensatz zu den Altvögeln keine verlängerten Federn am Vorderhals.

Der Hals ist im Fluge ausgestreckt, nicht wie bei Reihern s-förmig zusammengelegt.

Störche sind Gleichgewichtskünstler, können lange auf einem Bein stehen und können im Stehen schlafen. Ihr häufiges Stehen auf einem Bein dient auch der Temperaturregulierung.

 

 
     

Storchenruf

lautes rhythmisches Schnabelklappern vor allem bei der Balz.

Verschiedene Varianten des Klapperns:

von Begrüßungszeremonie bis zu aggressivem Drohklappern

Das Klappern bekommt der Storch sozusagen in die Wiege gelegt. Schon die Allerkleinsten üben sich kräftig darin, denn es heißt für die Eltern soviel wie:

" Ich bin gesund und ich habe Hunger !"

 

 

Nahrung

Störche suchen ihre Nahrung im offenen Sumpf, auf Au-Wiesen und Feldern. Sie ergreifen ihre Beute hauptsächlich während des Schreitens mit nach unten gerichtetem Kopf und Schnabel.

Ihre Speisekarte ist recht abwechslungsreich, sie ernähren sich von Kleinsäugern (Mäusen), Fröschen, Regenwürmern, Eidechsen, Schlangen, Fischen, großen Insekten und ihren Larven.

Regenwürmer spielen im zeitigen Frühjahr und für kleine Jungvögel eine wichtige Rolle. Im Sommer werden viele Insekten gefangen, vor allem Heuschrecken. In gewissen Sprachen Afrikas heißt der Storch deshalb auch "Heuschreckenvogel".