Aktiver Umweltschutz

Die wichtigste Futterquelle des Weißstorchs
Die wichtigste Futterquelle des Weißstorchs

Der Weißstorchbestand ist in Deutschland von über 10.000 Paaren zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1991 auf unter 3.000 Paare gesunken. Seither hat sich der Bestand ein wenig erholt und derzeit auf ca. 4.000 Paare eingependelt. Im „Nationalen Aktionsplan zum Schutz des Weißstorchs“ wird jedoch ausgeführt, dass der Bruterfolg des Weißstorchs in Deutschland derzeit bei weitem nicht ausreicht, um den Bestand langfristig zu sichern. Verantwortlich dafür sind die erheblich verschlechterten Lebensbedingungen für den Weißstorch in vielen Regionen Deutschlands.

Der Lebensraum des Weißstorches sind offene, grünlandgeprägte und großräumige Flussauen, Niederungen und Teichlandschaften. Als so genannter Kulturfolger ist er an die Nutzung der vom Menschen geschaffenen Lebensräume angepasst und sogar darauf angewiesen. Und genau da liegt das Problem. Mit der Motorisierung in der Landwirtschaft mit immer größeren Traktoren, Mähmaschinen etc., dem verstärkten Einsatz von Kunstdünger, dem Umbruch von Wiesen in Äcker, durch Flurbereinigungen und Flussbegradigungen, durch Überbauung von Nahrungsflächen durch Straßen oder den Bau von Siedlungen und Gewerbegebieten gingen ganze Landstriche für den Weißstorch verloren. Selbst innerhalb des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe wurden in den vergangenen Jahrzehnten große Anteile ehemaliger Feuchtgrünlandflächen durch Entwässerungsmaßnahmen, Nutzungsintensivierung und Umbruch zu Ackerland als Lebensraum entwertet.

Im Bereich der mittleren Elbe findet sich die höchste Weißstorchdichte Deutschlands. In den Elbauen bilden Amphibien sowohl für die Alt-, als auch für die Jungvögel die wichtigste Nahrungsgrundlage. Insofern kommt der Verbesserung und Ausweitung von Laichhabitaten im Nahbereich brütender Störche höchste Bedeutung für den Schutz dieser Vogelart zu. Wiederfunde beringter Störche belegen, dass vorrangig von hier die Wiederbesiedlung in westlich und südlich gelegene, Die Elbaueehemalige Bruträume erfolgt. Insofern kann die Elbregion für den bundesdeutschen Weißstorchbestand eindeutig als „Wachstumskern“ bezeichnet werden. Momentan mangelt es in den Elbauen jedoch an großflächigen Maßnahmen zur Verbesserung der Nahrungssituation der Störche.

Die Elbaue
Die Elbaue

Mit dem Ziel, die Flusslandschaft der Elbe als Lebensraum für den Weißstorch zu erhalten und zu verbessern,  leistet der Storchenhof Loburg als Partner der Deutschen Bundesstiftung Umwelt einen aktiven Anteil. Der Storchenhof Loburg ist seit langem bundesweit als Zentrale und Kommunikationszentrum für den Storchenschutz anerkannt. Über den Storchenhof Loburg wird die Betreuung der Storchennester und auch die deutschlandweite Erfassung der Störche organisiert. Als „Anerkannter Naturschutzverband" haben wir allein im vergangenen Jahr 165 Bauvorhaben in Sachsen-Anhalt zur naturverträglichen Begutachtung erhalten. Diese Stellungnahmen sind aufwändig, aber notwendig. Um diese Aufgabe sachgerecht zu bewältigen, finden regelmäßig ein Mal im Monat Zusammenkünfte mit den anderen anerkannten Naturschutzverbänden statt.

Aktiv werden auf dem Storchenhof

Aktiv werden auf dem Storchenhof - BFD - Bundesfreiwilligendienst, FÖJ - Freies Ökologisches Jahr, Praktika, Abschlußarbeiten, Ehrenamt.

Neues vom Hof

Junge Rotmilane

Sechs junge Rotmilane wehte uns das Unwetter von Tief "Paul" auf den Storchenhof.

 Weiterlesen …

Graureiher ausgewildert

Ein Graureiher konnte ausgewildert werden

 Weiterlesen …

Ein neuer Lebensabschnitt in Akis Leben begann

Der kleine Storch Aki aus Aken wurde unter Beobachtung in einen Horst bei Leipzig eingesetzt. 

 Weiterlesen …