Vogel des Jahres

Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019

Es kommt selten vor, dass wir einen Vogel zum zweiten Mal als Vogel des Jahres ausrufen. Die Feldlerche war es schon einmal, und zwar 1998. Schon damals warnten wir davor, dass der begabte Himmelsvogel in vielen Gebieten Deutschlands selten oder gar aussterben wird. Seitdem ist mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden.

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

Quelle: NABU

Der Star – Vogel des Jahres 2018

Obwohl als „Allerweltsvogel“ betitelt, ist der Vogel des Jahres 2018 doch eher der „Star“ unter den Vögeln. Bewundert werden seine Schwarmflüge im Herbst, die als einzigartiges Naturschauspiel gelten. Im Frühjahr sticht das Starenmännchen durch sein metallisch glänzendes Gefieder heraus. Helle Punkte verzieren vor allem das Prachtkleid des Weibchens.
Im Spätsommer nach der Mauser enden die dunkelbraunen Federn der Jungtiere in einer weißen Spitze, einem Perlmuster ähnlich. Zum Gesamtpaket dazu kommt sein Talent der Imitation: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann auch Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen.
Abhängig von seinem Lebensort ist der Jahresvogel Kurzstreckenzieher, Teilzieher oder Standvogel. Mitteleuropäische Stare ziehen zum Großteil bis in den südlichen Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Die maximale Zugstrecke liegt bei 2.000 Kilometern. Manche Stare verzichten vermehrt auf lange Reisen und überwintern vor allem im Südwesten Deutschlands. Im Herbst sind die imposanten Schwarmwolken aus vielen tausend Staren am Himmel zu sehen, wenn sie während des Zuges an einem Schlafplatz Rast machen. (Text: http://www.nabu-lsa.de/)
Mehr Informationen zum Star finden Sie hier:

Der Waldkauz – Vogel des Jahres 2017

Wann haben Sie zuletzt in der Nacht eine Eule rufen gehört? Viele Gegenden sind von Eulen verlassen, entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren (Quelle: NABU). Weitere Informationen zum Waldkauz finden Sie hier.

Der Stieglitz – Der Vogel des Jahres 2016

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Es wird enger für den farbenfrohen Distelfinken. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen (Quelle: NABU). Mehr Informationen zum Stieglitz finden Sie hier.

Vogel des Jahres 2015 ist der Habicht

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipiter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

„Illegal abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag. Es gibt immer noch einzelne Jäger, die ihn als Konkurrenten bei der Jagd auf Hasen und Fasane sehen. Auch bei Geflügel- und Taubenzüchtern ist der Habicht besonders unbeliebt. Jährlich stellen Polizisten und Tierschützer in Deutschland Habichtfangkörbe sicher – viele davon in der Nähe von Taubenhaltungen“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz.

Quelle: NABU

Der Grünspecht (Picus viridis) – Vogel des Jahres 2014

Der Grünspecht hat gut lachen, denn seine Bestände nehmen zu; er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht der zweithäufigste Specht Deutschlands. Er ist überall dort zu finden, wo es alte, morsche Bäume gibt, um Höhlen anzulegen und ein ausreichendes Angebot an seiner Leibspeise, den Ameisen, besteht.

Wir auf dem Storchenhof haben ihm nun eine Möglichkeit gegeben, sich bei uns einzunisten: eine alte Spechthöhle wurde in einer Kiefer in sieben Metern Höhe angebracht. Vielleicht begleitet uns bald sein dynamischer, meist mehrsilbiger Ruf “kjückkjückkjück“ auf dem Gelände. Der Schaukasten informiert über Verbreitung, Nahrungssuche, Lebensraum und gibt Tipps für Jedermann, um sich für den Grünspecht einzusetzen.

Normalerweise wird eine bedrohte Vogelart als Jahresvogel vorgestellt, doch der Bestand des Grünspechts hat als einziger von den häufigeren Vogelarten in Deutschland zwischen 1991 und 2010 stetig zugenommen, was unter anderem mit seinen recht vielseitigen Lebensräumen zu tun hat: er lebt in lichten Wäldern, auf Streuobstwiesen, Brachflächen und in Parks und Gärten. Für den Grünspecht wird deshalb auch auf den Verzicht von Pestiziden in solchen Gebieten geraten. Nicht nur er profitiert davon, sondern auch viele andere Vogelarten, die von diesen Nahrungsquellen abhängig sind.

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